
Die US-Botschaft in Abu Dhabi und das Generalkonsulat in Dubai haben alle nicht dringenden konsularischen Termine vom 13. bis 15. Juli abrupt abgesagt und berufen sich dabei auf eine ungenannte „regionale Sicherheitslage“. In einer nach Dienstschluss am 14. Juli veröffentlichten Mitteilung wies die Vertretung sowohl Visumantragsteller als auch US-Bürger an, die Einrichtungen bis auf Weiteres nicht aufzusuchen und auf neue Anweisungen per E-Mail zu warten. Seit März 2026 arbeitet die US-Vertretung in den VAE im Modus „geordneter Abzug“, wobei nicht notwendiges US-Personal verlegt wurde. Dadurch waren die regulären Einwanderungs- und Nichteinwanderungsvisa-Dienste bereits stark eingeschränkt; die pauschalen Absagen dieser Woche schließen nun effektiv eine der verkehrsreichsten Drittstaaten-Verarbeitungsstellen für indische, pakistanische und nigerianische Fachkräfte, die in die USA wollen. Die wirtschaftlichen Folgen sind unmittelbar spürbar. Hunderte von H-1B-, L-1- und O-1-Arbeitnehmern, die im Sommer starten wollten, sehen sich nun mit unbestimmten Verzögerungen konfrontiert, und F-1-Studierende, die auf eine Visastempelung im Juli angewiesen sind, könnten die Orientierung an US-Universitäten verpassen. Arbeitgeber sollten prüfen, ob Termine in den Heimatländern verfügbar sind oder alternative Onboarding-Lösungen aus der Ferne in Betracht ziehen. Das Außenministerium betonte, dass bereits ausgestellte Visa weiterhin gültig sind und die Absagen keine Widerrufe darstellen. Reise-Risikomanager sollten die Sicherheitslage im Golf beobachten und Reisepläne mit Crewwechseln oder kurzen Zwischenstopps in den VAE neu bewerten. Die Reisewarnung der Botschaft auf Level 3 („Reise überdenken“) bleibt bestehen und unterstreicht das volatile Bedrohungsszenario. Sobald die Sicherheitslage es zulässt, wird die Vertretung die Betroffenen individuell kontaktieren, um neue Termine zu vereinbaren. Antragsteller werden aufgefordert, ihre bestehenden DS-160-Bestätigungen und Zahlungsbelege aufzubewahren und vor Drittanbietern zu warnen, die „Prioritätsplätze“ versprechen.
Quelle: VisaVerge
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