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Gibraltar passt Besuchsregeln an Schengen an, während UK-EU-Vertrag vorläufig in Kraft tritt

Juli 16, 2026
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Gibraltar passt Besuchsregeln an Schengen an, während UK-EU-Vertrag vorläufig in Kraft tritt
Ab dem heutigen 15. Juli 2026 werden Reisende, die nach Gibraltar einreisen, feststellen, dass das britische Überseegebiet still und leise Teil des Schengen-Raums geworden ist. Der im Zuge des umfassenderen Handels- und Kooperationsabkommens ausgehandelte UK-EU-Vertrag zu Gibraltar ist vorläufig in Kraft getreten. Damit entspricht das Kurzaufenthaltsvisum- und Zollregime Gibraltars nun dem Schengen-Standard. Britische Staatsbürger können weiterhin bis zu 90 Tage innerhalb eines 180-Tage-Zeitraums visafrei einreisen, doch diese Tage werden nun zusammen mit Aufenthalten in anderen Schengen-Staaten angerechnet. Drittstaatsangehörige, die bisher mit einem UK-Visum oder einem britischen Aufenthaltsstatus nach Gibraltar einreisten, müssen künftig die üblichen Schengen-Visabestimmungen beachten.

Praktisch bedeutet dies, dass ankommende Passagiere am Flughafen Gibraltar künftig doppelt kontrolliert werden: Zunächst durch die Behörden Gibraltars für die Einreise ins Gebiet, unmittelbar danach durch spanische Beamte, die die Schengen-Ein- und Ausreisekontrollen (EES) durchführen. Dabei werden bei Bedarf Fingerabdrücke und biometrische Gesichtsdaten erfasst. Reisepässe müssen mindestens drei Monate über das geplante Ausreisedatum aus dem Schengen-Raum hinaus gültig sein. Doppelstaatsbürger Großbritanniens und Irlands, die mit einem irischen Pass reisen, gelten als EU-Bürger und sind daher von der 90-Tage-Regel und der EES-Registrierung ausgenommen.

Gibraltar passt Besuchsregeln an Schengen an, während UK-EU-Vertrag vorläufig in Kraft tritt


Für Geschäftsreisende und Manager der globalen Mobilität ist die wichtigste Neuerung die kumulative 90/180-Tage-Berechnung im Schengen-Raum. Aufenthalte bei Kurzbesuchen in Gibraltar werden nun auf das Zeitkontingent für Aufenthalte in Spanien, Frankreich oder anderen Schengen-Staaten angerechnet. Unternehmen sollten daher die Reisetage ihrer britischen Mitarbeiter in Gibraltar genauso erfassen wie bei anderen Schengen-Destinationen. Die Behörden Gibraltars haben bestätigt, dass Personen, die länger als 90 Tage bleiben möchten, sich beim Department of Immigration and Home Affairs registrieren müssen.

Auch die Zollbestimmungen ändern sich. Gibraltar wird ein maßgeschneidertes Zollmodell betreiben, das die Landgrenze zu Spanien möglichst reibungslos hält. Flugreisende müssen jedoch erstmals bei der Ankunft bestimmte Waren deklarieren. HM Customs Gibraltar empfiehlt Unternehmen, die Mitarbeiter verlegen, die neuen Freimengen für persönliche Gegenstände und hochwertige Ausrüstung genau zu prüfen. Die Borders and Coastguard Agency hat weitere Hinweise veröffentlicht und wird während der Eingewöhnungsphase Echtzeit-Updates zu Wartezeiten an der Grenze bereitstellen.
Quelle: UK Foreign, Commonwealth & Development Office

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