
Der Ausschuss für öffentliche Gesetzesvorlagen des Unterhauses hat ein sechswöchiges Zeitfenster für schriftliche Stellungnahmen zum Einwanderungs- und Asylgesetz eröffnet, wie am 15. Juli 2026 bekanntgegeben wurde. Der am 30. Juni eingebrachte und am 13. Juli zur zweiten Lesung zugelassene Gesetzentwurf sieht die Einrichtung einer unabhängigen Einwanderungsberufungsbehörde vor, verschärfte Anforderungen nach Artikel 8, die Zusammenfassung der Asylschutzregelungen in einem einheitlichen „Kernschutz“-Status sowie eine Regelung zur Rückforderung finanzieller Leistungen von Geflüchteten, sobald diese eine Beschäftigung aufnehmen. Für Arbeitgeber ist besonders relevant, dass die neue Behörde befugt sein wird, verbindliche Anordnungen zur Einhaltung auszusprechen und Bußgelder zu verhängen, wenn Lizenzinhaber die Überschreitung der Aufenthaltsdauer ermöglichen. Zudem stellt das Gesetz klar, dass Schutzmaßnahmen gegen moderne Sklaverei nicht von ausländischen Straftätern mit einer Freiheitsstrafe von mehr als 12 Monaten geltend gemacht werden können – eine Anpassung, die den jüngsten Ausschlüssen des Innenministeriums in den Einwanderungsbestimmungen entspricht. Unternehmen mit globalen Mobilitätsprogrammen sollten eine Stellungnahme in Erwägung ziehen, insbesondere zu den praktischen Aspekten der Berufungsreform und dem Risiko, dass eingeschränkte menschenrechtliche Schutzgründe hochqualifizierte Migranten mit familiärem Bindungswunsch abschrecken könnten. Schriftliche Beiträge sind möglichst früh per E-Mail an die Prüfeinheit zu senden; der Ausschuss kann die Annahme von Beweismitteln vor dem offiziellen Beginn am 10. September einstellen, falls die Sitzungen zügig abgeschlossen werden. Sollte das Gesetz in der vorliegenden Form verabschiedet werden, sind für 2027 weitreichende Regeländerungen in den Bereichen Fachkräfte, globale Geschäftsmobilität und Studierende zu erwarten. Mobilitätsteams sollten mit einem erhöhten Aufwand für die Einhaltung von Sponsorauflagen rechnen und ihre Handbücher an die geplanten Rückzahlungsregelungen für Schutzberechtigte im Arbeitsverhältnis anpassen.
Quelle: UK Parliament News
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