
Einwanderungsbeamte am internationalen Flughafen Surat bearbeiteten am frühen Donnerstagmorgen sechzig indische Staatsbürger, die von den Behörden der VAE wegen angeblicher Verstöße gegen lokale Arbeits- und Aufenthaltsgesetze abgeschoben wurden. Die Gruppe – überwiegend Niedriglohnarbeiter aus Uttar Pradesh, Bihar, Punjab und südlichen Bundesstaaten – kam mit dem Air India Express-Flug IX-274 an und nutzte dabei Notfall-Reisedokumente, die vom indischen Konsulat in Dubai ausgestellt wurden. Quellen, die von The Times of India zitiert wurden, berichteten, dass die ursprünglichen Pässe und Mobiltelefone der Abgeschobenen in den Emiraten einbehalten wurden, bis die Bußgelder für den Überaufenthalt bezahlt sind. Viele waren mit kurzfristigen Besuchervisa eingereist, die von Agenten organisiert wurden, und hatten dann informelle Bau- oder Haushaltsjobs angenommen, was gegen die Sponsorenregelungen verstößt. Einige wurden Berichten zufolge bei Arbeitsplatzkontrollen festgenommen, anschließend im Al Aweer Haftzentrum festgehalten und schließlich ausgewiesen. Nach der Ankunft überprüfte der indische Einwanderungsdienst die Identitäten und führte biometrische Formalitäten durch, bevor die Personen freigelassen wurden. Da viele keine persönlichen Gegenstände oder Bargeld bei sich hatten, benötigten sie Unterstützung von Verwandten und lokalen NGOs; Mitglieder der Surat Taxi Association sammelten Geld für Weiterreisetickets nach Hause. Konsularbeamte erklärten, dass sie mit den Behörden der VAE zusammenarbeiten, um die beschlagnahmten Dokumente zurückzuerhalten. Für Teams im Bereich globale Mobilität und Compliance ist der Vorfall eine Mahnung an die jüngsten Maßnahmen der VAE gegen Visa-Überziehungen und illegale Beschäftigung, insbesondere da das Land die Ein- und Ausreiseregistrierung digitalisiert und tägliche Überziehungsstrafen von 50 AED verhängt. Arbeitgeber, die kurzfristige Besuchervisa für Projektarbeiter nutzen, riskieren Bußgelder von bis zu 100.000 AED pro Arbeitnehmer und eine Schwarze Liste gemäß Kabinettsbeschluss 65 von 2022. Unternehmen sollten die Praktiken ihrer Subunternehmer überprüfen und sicherstellen, dass gewerbliche Arbeitskräfte vor dem Einsatz über die richtigen Arbeitserlaubnisse und Emirates ID verfügen. Das indische Außenministerium hat erneut darauf hingewiesen, dass Arbeitssuchende nur von der Regierung registrierte Vermittler nutzen und Stellenangebote vor der Reise im eMigrate-Portal überprüfen sollten.
Quelle: The Times of India