
Italiens nationales Verkehrszentrum Viabilità Italia hat vor dem langen Wochenende vom 17. bis 20. Juli seine erste „orange-rote“ Warnung der Saison herausgegeben. Die Behörde erwartet, dass sich der Ferienreiseverkehr („esodo“) und die Rückreisewellen („contro-esodo“) treffen und so die ersten kritischen Staupunkte des Sommers auf den Strecken A1 Mailand-Neapel, A14 Adriatica Richtung Riviera und A4 Venedig-Triest entstehen. Die Behörden werden dynamische Fahrstreifenänderungen aktivieren, Lkw während der Hauptverkehrszeiten verbieten und die Pannenhilfepatrouillen verstärken. Der Autobahnbetreiber Autostrade per l’Italia hat bereits 550 Baustellen entfernt und wird zwischen Freitagnachmittag und Montagmorgen weitere 300 Baustellen aussetzen. Reisende werden dringend gebeten, außerhalb der Stoßzeiten zu fahren, die App „Muoversi in Italia“ für Echtzeit-Updates zu nutzen und Wasser mitzunehmen, da Temperaturen über 35 °C im Po-Tal und an beiden Küsten erwartet werden. Für Mobilitätsmanager in Unternehmen bedeutet die Warnung, längere Pufferzeiten für Transfers zu Flughäfen oder Häfen einzuplanen – besonders für Mitarbeiter, die über Fiumicino, Malpensa sowie die Häfen von Genua und Ancona reisen, die auf den betroffenen Korridoren liegen. Umzugsdienstleister raten, Übergabetermine am 19. Juli zu verschieben, da Umzugsfahrzeuge im Stau stecken könnten. Die Warnung fällt zudem mit geplanten Bahn- und Nahverkehrsstreiks in der Folgewoche zusammen (siehe gesonderte Meldung), was eine multimodale Notfallplanung unerlässlich macht. Unternehmen mit Fürsorgepflicht sollten Reisehinweise aktiv kommunizieren und Reisende an die in Italien vorgeschriebenen Warnwesten und Warndreiecke bei Pannen erinnern.
Quelle: L’Automobile/ACI