
Das Innenministerium und Poste Italiane haben am 17. Juli einen Rahmenvertrag unterzeichnet, der es Bürgern ab dem 27. Oktober ermöglicht, neu ausgestellte Reisepässe direkt nach Hause oder an eine Wunschadresse liefern zu lassen. Der Service, der derzeit in den Polizeidienststellen in Rom, Bari und Verona pilotiert wird, nutzt das sichere Zustellnetz von Poste mit Sendungsverfolgung und Identitätsprüfung bei der Übergabe. Antragsteller zahlen neben der regulären Passgebühr von 73,50 € und der Buchgebühr von 42,50 € eine Logistikpauschale von 9,05 €. Die Zustellung erfolgt innerhalb von 48 Stunden nach Ausstellung, mit Echtzeit-Benachrichtigungen per SMS oder über die PosteID-App. Für global mobile Arbeitnehmer entfällt damit die Notwendigkeit, Dokumente persönlich abzuholen – ein großer Vorteil insbesondere für Remote-Mitarbeiter, die weit von ihrer ausstellenden Questura entfernt sind. Umzugsdienstleister erwarten kürzere Vorlaufzeiten bei Auslandseinsätzen, da Expats bei der Passverlängerung keine Abholtermine mehr planen müssen, die Visa-Anträge verzögern könnten. Juristen weisen darauf hin, dass die postalische Lieferkette gemäß der EU-Verordnung 910/2014 (eIDAS) als „sicherer Dienst“ gilt und somit die Dokumentenintegrität gewährleistet ist. Unternehmen sollten ihre Global-Mobility-Richtlinien anpassen, um die optionale Liefergebühr zu erstatten, und auf wichtige Fristen hinweisen: Der 10. Oktober ist der letzte Tag, um sich für bestehende Anträge in den Pilotstädten für den neuen Service anzumelden.
Quelle: Piana Informa