
Sechzehn Studierende aus China und den USA starteten am 16. Juli in Kunming eine zehntägige Kulturreise im Rahmen des Programms „Über den Pazifik: China-USA-Jugenddialog für eine gemeinsame Zukunft“. Organisiert von der China International Communications Group und der US-amerikanischen International Student Conference, ist diese Reise eine der ersten größeren Gruppen von ausländischen Studierenden seit der im Februar erweiterten 30-tägigen visafreien Einreise in Peking. Das Programm umfasst Aufenthalte bei Familien in ethnischen Dai- und Bai-Dörfern, Workshops zum grenzüberschreitenden E-Commerce in nahegelegenen Freihandelszonen sowie Treffen mit lokalen Start-ups, die ausländische Absolventen über Yunnans Provinz-Talentvisum einstellen. Die US-Teilnehmer reisten visafrei ein und erhielten bei Ankunft eine mobile SIM-Kartenregistrierung über die neue App der Nationalen Einwanderungsbehörde – ein Merkmal, das die Organisatoren als Beleg für Chinas Bemühungen hervorhoben, Kurzzeitstudien- und Geschäftsreisen zu erleichtern. Für chinesische Universitäten, die ihre gemeinsamen Studiengänge mit US-Partnern wiederaufbauen wollen, ist die Reise ein wichtiger Test für die Logistik nach der Pandemie: Die Flüge waren zwar ausgebucht, doch der 24-Stunden-Transitvisaschalter am Flughafen Kunming bearbeitete die Gruppe laut begleitenden Dozenten in weniger als 15 Minuten. Lokale Behörden kündigten an, dass für das Herbstsemester über 40 ähnliche Programme geplant sind, viele davon im Zusammenhang mit Chinas wachsender Liste visafreier Länder. Reiseanbieter in Yunnan rechnen mit einem Anstieg der Bildungsgruppen um 25 %, was den Hotels, die traditionell vom Inlandstourismus leben, willkommene Einnahmen bringt. Arbeitgeber sollten beachten, dass Studierende, die akkreditierte Kurzkurse absolvieren, unter Yunnans regionalem Talentprogramm eine zweijährige Arbeits- und Aufenthaltserlaubnis erhalten können – was eine Pipeline bilingualer Absolventen für multinationale Unternehmen schafft, die in Südwestchina und die benachbarten ASEAN-Märkte expandieren.
Quelle: People’s Daily Online