
Das offizielle France-Visas-Portal hat am 21. Juli 2026 seine Hinweise für „Étudiant“-Visa aktualisiert und bestätigt, dass ab dem 1. August eingereichte Visaanträge einen Nachweis über finanzielle Mittel von mindestens 877,50 € pro Monat erfordern – eine Erhöhung gegenüber den bisherigen 615 €. Diese Anpassung entspricht 100 % des französischen Nettomindestlohns (SMIC) und berücksichtigt die im letzten Jahr verabschiedete Indexierung der Inflation im Hochschulfinanzierungsgesetz. Universitäten und Grandes Écoles begrüßten die Klarheit, warnten jedoch, dass die Stipendienbudgets insbesondere für Studierende aus Schwellenländern, die bereits unter der Wohnkosteninflation in Paris, Lyon und Bordeaux leiden, unter Druck geraten werden. Campus France aktualisiert derzeit seine Webinare zur Vorbereitung auf die Abreise, und die Konsulate wurden angewiesen, die erhöhte Mindestanforderung nur für staatlich geförderte Stipendiaten auszusetzen. Für Unternehmen mit Mobilitätsteams ist die Änderung relevant, da Praktikanten und VIE-Entsandte häufig mit Studenten- oder Trainee-Visa einreisen. Die Personalabteilungen sollten sicherstellen, dass Zulagenbescheinigungen und Bankgarantien den neuen Betrag erfüllen; andernfalls könnten die Konsulate eine 30-tägige Nachbesserungsfrist erteilen, was den Starttermin Ende August gefährden könnte. Die Anpassung signalisiert zudem eine generelle Verschärfung der finanziellen Nachweispflichten in verschiedenen französischen Einwanderungskategorien. Ein Entwurf, der derzeit dem Conseil d’État vorliegt, sieht eine ähnliche Indexierung der Gehaltsuntergrenzen für den „Talent Passport“ ab Januar 2027 vor. Organisationen, die F&E-Entsendungen planen, sollten den Gesetzgebungsprozess genau verfolgen und ihre Budgets entsprechend anpassen. Schließlich müssen internationale Bildungsagenturen ihre Checklisten umgehend aktualisieren, um eine Flut abgelehnter Anträge nach dem 1. August zu vermeiden. Die Visa-Zentren in Paris und Marseille haben Antragsteller, die bereits Termine nach diesem Datum gebucht haben, gebeten, mindestens 72 Stunden im Voraus aktuelle Kontoauszüge hochzuladen, damit biometrische Termine nicht ungenutzt bleiben.
Wie VisaHQ helfen kann
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