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Italien startet heute eine einwöchige Welle von Verkehrsstreiks, beginnend mit dem EasyJet-Ausstand

Juli 22, 2026
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Italien startet heute eine einwöchige Welle von Verkehrsstreiks, beginnend mit dem EasyJet-Ausstand
Italiens Sommersaison startet holprig. Am Dienstag, den 21. Juli, um 00:01 Uhr begannen EasyJet-Flugbegleiter und Bodenpersonal landesweit einen 24-stündigen Streik – der Auftakt einer Reihe koordinierter Arbeitsniederlegungen, die vom 21. bis 26. Juli alle wichtigen Verkehrsmittel treffen werden. Laut der italienischen Tageszeitung Il Tempo werden Hunderte Flüge an den Flughäfen Mailand-Malpensa, Neapel-Capodichino, Lamezia Terme, Palermo und weiteren betroffen sein, obwohl die gesetzlich geschützten Zeitfenster (07:00–10:00 und 18:00–21:00 Uhr) einen Notbetrieb gewährleisten sollen.

Der EasyJet-Streik ist nur der Anfang. Der vom Ministerium für Infrastruktur und Verkehr (MIT) veröffentlichte nationale Streikplan zeigt, dass Bodenabfertigungsfirmen an mehreren Flughäfen, städtische Busunternehmen in Genua, Florenz, Prato und Latina sowie Mitarbeiter der Fährgesellschaft Grandi Navi Veloci im Laufe der Woche eigene Aktionen durchführen werden. Im Bahnverkehr haben Gewerkschaften der Staatsbahn FS Italiane, des offenen Betreibers Italo und des Regionalanbieters Trenord einen 24-stündigen Streik von Donnerstag, 23. Juli, 21:00 Uhr bis Freitag, 24. Juli, 20:59 Uhr angekündigt. Die Abfahrtstafeln am Bahnhof des Flughafens Rom-Fiumicino warnen bereits vor „möglichen Verspätungen und Serviceeinschränkungen“ beim Leonardo Express und Regionalzügen während des Streiks.

Fluggesellschaften sagen proaktiv Flüge ab und bieten flexible Umbuchungen an, während Trenitalia und Italo Listen der garantierten Züge veröffentlicht haben, die trotz Streik fahren.

Italien startet heute eine einwöchige Welle von Verkehrsstreiks, beginnend mit dem EasyJet-Ausstand


Warum jetzt? Die Gewerkschaften werfen den Unternehmen vor, die Löhne nicht an die Inflation angepasst und in der Hochsaison zu wenig Personal eingesetzt zu haben. Die Arbeitgeber hingegen kritisieren, dass der Zeitpunkt gewählt wurde, um maximale Störungen zu verursachen statt Verhandlungen zu fördern.

Für Geschäftsreisende bedeutet das: Flugstatus regelmäßig prüfen, mehr Zeit für Anschlussverbindungen einplanen und wenn möglich auf die geschützten Zeitfenster oder virtuelle Meetings ausweichen.

Praktische Tipps:
• Apps der Fluggesellschaften und Flughafen-Websites in den 24 Stunden vor Abflug mehrfach checken;
• Bei Flugausfällen greift EU-Verordnung 261 nicht bei „außergewöhnlichen Umständen“ wie Streiks, aber Passagiere haben Anspruch auf Umbuchung oder Erstattung;
• Für Bahnreisen die „treni garantiti“-Listen von Trenitalia und Italo konsultieren;
• Bei Mietwagenfahrten mit stärkerem Verkehrsaufkommen auf den Autobahnen rechnen, da Reisende auf Auto statt Flug oder Bahn umsteigen.
Quelle: Il Tempo / Corriere della Sera

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