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Internationaler Student wegen Betrugs im Rahmen des Tourist Refund Scheme am Flughafen Sydney mit über 5 Millionen Dollar belastet

Juli 23, 2026
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Internationaler Student wegen Betrugs im Rahmen des Tourist Refund Scheme am Flughafen Sydney mit über 5 Millionen Dollar belastet
Die Australian Federal Police (AFP) und die Australian Border Force (ABF) haben am 22. Juli 2026 einen 28-jährigen internationalen Studenten wegen Betrugs mit dem Tourist Refund Scheme (TRS) angeklagt. Nach einer achtmonatigen Untersuchung wegen groß angelegtem Missbrauch des Programms wird dem Mann vorgeworfen, durch Täuschung einen finanziellen Vorteil erlangt zu haben. Er soll mehr als 5 Millionen australische Dollar an betrügerischen GST-Rückerstattungsanträgen für Luxus- und gefälschte Uhren eingereicht haben, die er bei schnellen „Hin- und Rückreisen“ zwischen Sydney und Chengdu geltend machte. Zwischen Februar 2025 und Mai 2026 soll er Australien über 20 Mal betreten und verlassen haben, oft mit Aufenthalten von weniger als 24 Stunden im Ausland – ein Reiseverhalten, das bei der ABF Alarm schlug. Bei Durchsuchungen im Mai wurden 270.000 AUD in bar, eine Geldzählmaschine sowie eine Sammlung hochwertiger Uhren, darunter eine Richard Mille im Wert von etwa 170.000 AUD, sichergestellt. Der Angeklagte wurde in Haft genommen; bei einer Verurteilung drohen ihm bis zu zehn Jahre Gefängnis. Obwohl das TRS in erster Linie ein Verbraucherprivileg ist, zeigt der Fall die Anfälligkeit des Systems für organisierte Betrugsfälle und verdeutlicht, wie Zoll-Datenanalysen genutzt werden, um ungewöhnliche Reise- und Ausgabemuster zu erkennen. Unternehmen, die regelmäßig Mitarbeiter oder wertvolle Waren über australische Grenzübergänge bewegen, sollten beachten, dass die Border Force „Nulltoleranz gegenüber grenzbezogenem Betrug“ angekündigt hat. Dies bedeutet eine verstärkte Überwachung von Vielfliegerprofilen, insbesondere bei Studenten und Inhabern von Übergangsvisa. Die Durchsetzungsmaßnahmen erhöhen zudem den Druck auf die für dieses Jahr geplante Überprüfung des TRS durch das Finanzministerium, die strengere Identitätsprüfungen und eine Echtzeit-Datenabgleichung mit Flugabfluglisten empfehlen soll. Eine Verschärfung könnte die Aufenthaltszeiten am Flughafen für abreisende Geschäftsreisende verlängern, sobald die digitale Ein- und Ausreisekarte vollständig eingeführt ist.
Quelle: The National Tribune

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