
Ab dem 20. Juli 2026 um 23:59 Uhr EDT sind Ausländer, die sich in den letzten 21 Tagen in der Demokratischen Republik Kongo (DRK) aufgehalten haben, vom Boarding von Flügen nach Kanada ausgeschlossen. Die Public Health Agency of Canada (PHAC) hat eine Zwischenverfügung gemäß dem Aeronautics Act erlassen, nachdem die Ebola-Fälle im Osten der DRK stark angestiegen sind. Diese Maßnahme – Kanadas erster krankheitsspezifischer Einreisebann seit der COVID-19-Pandemie – gilt mindestens bis zum 29. August 2026. Kanadische Staatsbürger, Daueraufenthalter und unter dem Indian Act registrierte indigene Personen dürfen weiterhin zurückkehren, müssen sich jedoch einer verstärkten Gesundheitskontrolle unterziehen und bei Symptomen eine 21-tägige Selbstisolation einhalten. Die Verfügung ergänzt frühere Regelungen, die eine 21-tägige Quarantäne für alle Personen vorschreiben, die aus der DRK, Uganda oder Südsudan einreisen. Die Auswirkungen auf die Einwanderung sind erheblich: IRCC hat die Bearbeitung von Visa- und Aufenthaltsgenehmigungsanträgen ausgesetzt, wenn die betroffenen Länder als letzter Wohnsitz angegeben sind, und bereits ausgestellte Dokumente wurden eingefroren. Arbeitgeber, die Mitarbeiter aus Zentralafrika nach Kanada versetzen wollen, sollten Zeitpläne überdenken und nach Aufhebung des Verbots alternative Routen über Drittstaaten in Betracht ziehen. Fluggesellschaften sind gesetzlich verpflichtet, Passagieren ohne Berechtigung das Boarding zu verweigern und können mit Bußgeldern von bis zu 5.000 CAD pro Verstoß belegt werden. Mobility-Manager sollten die Reisehistorien der Mitarbeiter prüfen und sicherstellen, dass Nachweise wie Gesundheitsfragebögen mindestens 12 Monate gemäß den Vorgaben von Transport Canada aufbewahrt werden. PHAC betont, dass das inländische Risiko für Kanadier weiterhin gering ist; bisher wurden keine Ebola-Fälle in Kanada festgestellt. Dennoch unterstreicht der Einreisebann die Bereitschaft der Bundesregierung, bei internationalen Gesundheitsnotlagen rasch Grenzkontrollen einzuführen – ein operativer Präzedenzfall, den Personal- und Reiseteams künftig in ihre Krisenplanung einbeziehen müssen.
Quelle: CIC News
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