
Um 23:59 Uhr EDT am 20. Juli hat Kanada ein sofortiges Einreiseverbot für Ausländer verhängt, die sich in den letzten 21 Tagen in der Demokratischen Republik Kongo (DRK) aufgehalten haben. Fluggesellschaften und private Luftfahrtunternehmen wurden angewiesen, die Beförderung zu verweigern. Die Maßnahme gilt mindestens bis zum 29. August 2026. Die Public Health Agency of Canada (PHAC) kündigte die Beschränkung im Rahmen einer vorläufigen Anordnung des Aeronautics Act an, nachdem die Weltgesundheitsorganisation mehr als 2.100 Ebola-Fälle und 828 Todesfälle in der DRK bestätigt hatte. Das Verbot baut auf umfassenderen Ebola-Maßnahmen auf, die am 30. Mai eingeführt wurden und bereits verlangen, dass alle Reisenden – einschließlich kanadischer Staatsbürger – die sich in der DRK, Uganda oder Südsudan aufgehalten haben, bei Ankunft eine 21-tägige Quarantäne einhalten. Für Manager im Bereich globale Mobilität steht die Fürsorgepflicht im Vordergrund: Arbeitgeber mit Mitarbeitern, die in Zentralafrika eingesetzt sind, sollten Reisen umplanen oder Einsätze verschieben. Auch die Einwanderungsberatung sollte prüfen, ob Mitarbeiter mit laufenden Anträgen auf vorübergehenden Aufenthalt eines der betroffenen Länder als letzten Wohnsitz angeben, da IRCC die Bearbeitung aussetzt und Visa während der Verbotszeit annullieren kann. Logistisch bleiben Luftfrachtoperationen unberührt, doch Geschäftsreisen im Zusammenhang mit Bergbau-, Energie- und Entwicklungsprojekten in Zentralafrika werden erheblich beeinträchtigt. Organisationen sollten ihre Reisemanagement-Teams über die hohen Strafen bei Verstößen informieren und auf mögliche kurzfristige Änderungen der Reiserouten bei Verlängerung oder Ausweitung des Verbots vorbereiten. Langfristig bedeutet die Nutzung neuer Notfallbefugnisse aus dem Gesetzesentwurf C-12, dass ähnliche gesundheitsbezogene Einreiseverbote bei künftigen Ausbrüchen schneller verhängt werden können. Unternehmen mit umfangreichen Expat-Programmen sollten sicherstellen, dass Krisenpläne schnelle Überprüfungen des Visastatus und Unterstützungsmechanismen für Quarantäne umfassen.
Quelle: CIC News
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