
Bei einer Fragerunde im Rajya Sabha am 24. Juli stellte der Staatsminister für Auswärtige Angelegenheiten, Kirti Vardhan Singh, unmissverständlich klar, dass die im Rahmen der umstrittenen Sonderintensivüberprüfung (SIR) der Wählerlisten erhobenen Daten weder für die Ausstellung noch für die Erneuerung von Pässen angefordert, erhalten oder verwendet wurden. Diese Klarstellung erfolgte, nachdem zivilgesellschaftliche Gruppen davor gewarnt hatten, dass die Verknüpfung der Passvalidierung mit den Wählerdaten die Reisefreiheit von Indern mit Dokumentationsfehlern gefährden könnte. Der Minister betonte, dass indische Pässe inzwischen vollständig ICAO-konforme maschinenlesbare Dokumente sind und daher die Bezeichnung „Nationalität“ statt „Staatsbürger Indiens“ tragen, womit Befürchtungen entkräftet wurden, dass das Weglassen die Staatsbürgerschaftsbestätigung schwächen könnte. Zudem legte er Zahlen vor, die zeigen, dass indische Reisende derzeit visafreien Zugang zu 27 Ländern, Visa bei Ankunft in 47 Ländern und E-Visum-Zugang zu 66 Ländern genießen – eine Information, die globale Mobilitätsteams bei der Planung von Dienstreisen begrüßen werden. Aus Sicht der Unternehmensmobilität bedeutet diese Zusicherung, dass Passverlängerungen für im Ausland arbeitende Inder und deren Angehörige nicht unerwartet aufgrund von Unstimmigkeiten in den Wählerlisten geprüft werden sollten. Einwanderungsanwälte gehen davon aus, dass diese Erklärung in zukünftigen Rechtsstreitigkeiten zitiert wird, falls regionale Passämter versuchen sollten, SIR-Daten zu verlangen. Die Debatte verdeutlicht, wie Reformen im Identitätsmanagement in Indien Auswirkungen auf die Auslandsmobilität und Verhandlungen über Visaabkommen haben können. Singh ergänzte, dass die Regierung weiterhin diplomatische Bemühungen unternimmt, um die Liste der Länder mit erleichtertem Einreisezugang für indische Staatsangehörige zu erweitern.
Quelle: The Economic Times