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Illegale Migration nach Tschechien im ersten Halbjahr 2026 um 5,9 % gestiegen; verstärkte Dokumentenkontrollen an Flughäfen

Juli 29, 2026
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Illegale Migration nach Tschechien im ersten Halbjahr 2026 um 5,9 % gestiegen; verstärkte Dokumentenkontrollen an Flughäfen
Das tschechische Polizeipräsidium veröffentlichte am 28. Juli Halbjahresstatistiken, die zeigen, dass zwischen dem 1. Januar und dem 30. Juni 2026 insgesamt 5.358 Ausländer in Situationen irregulärer Migration festgestellt wurden – ein Anstieg von 5,9 % im Vergleich zum Vorjahr. Die überwiegende Mehrheit (96 %) betraf Aufenthaltsüberschreitungen und nicht illegale Einreisen. Angeführt wird die Statistik von Staatsangehörigen aus der Ukraine, Moldawien, Vietnam, Usbekistan, Georgien und Russland.

Die Zahl der Transitfälle – hauptsächlich Migranten mit Ziel Deutschland – stieg prozentual stark an, macht aber weiterhin nur 3,3 % der Gesamtfälle aus. Besonders besorgniserregend für Firmenreisende ist ein Anstieg bei der Verwendung gefälschter Dokumente auf Intra-Schengen-Flügen ab Athen Anfang dieses Jahres. Als Reaktion darauf entsandte die Ausländerpolizei am 1. März einen Experten für Dokumentenfälschungen zum Flughafen Athen; seitdem wurden keine illegitimen Einreisen über diese Route mehr registriert.

Am Prager Flughafen Václav Havel führen die Beamten nun auch stichprobenartige biometrische Kontrollen bei Drittstaatsangehörigen auf innergemeinschaftlichen EU-Flügen durch, was während der Stoßzeiten die Ausstiegszeiten um einige Minuten verlängern kann.

Der Bericht verzeichnet zudem einen Anstieg der Vor-Ort-Kontrollen am Arbeitsplatz um 13 %, mit fast 275.000 überprüften Ausländern und über 9.400 besuchten Betrieben. Arbeitgeber, die Beschäftigte ohne gültigen Aufenthaltsstatus beschäftigen, drohen Bußgelder von bis zu 5 Millionen CZK und ein zweijähriger Ausschluss von staatlichen „Wirtschaftsmigrations“-Kontingenten. Die Botschaft ist klar: Regelkonformität wird angesichts des angespannten Arbeitsmarktes immer wichtiger.

Für Personal- und Einwanderungsteams bedeutet dies, dass Einsatzpläne überprüft und Verlängerungen von Blue Cards oder Arbeitnehmerkarten rechtzeitig vor Ablauf beantragt werden müssen, da das Ministerium keine Nachfrist gewährt. Reisende aus visumfreien Ländern sollten zudem daran erinnert werden, dass bereits ein einziger Tag über der 90/180-Tage-Schengen-Grenze nun automatische Warnungen im EU-Einreise-/Ausreisesystem (EES), das im April gestartet wurde, auslöst.

Blickt man in die Zukunft, so wird die Polizei die automatisierten e-Gates an den Flughäfen Prag und Brünn erweitern, um bestimmte häufig reisende Drittstaatsangehörige einzubeziehen, sobald im Oktober neue IRIS-Scanner installiert sind. Unternehmen, deren Mitarbeiter häufig zwischen Tschechien und dem Balkan pendeln, könnten zudem für ein derzeit intern geprüftes Pilotprojekt für vertrauenswürdige Reisende infrage kommen.
Quelle: Police of the Czech Republic

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