
Umwelt- und Klimawandel Kanada (ECCC) gab am 28. Juli mehrere Warnungen der Stufe Orange im Luftqualitäts-Gesundheitsindex (AQHI) für British Columbia und die Nordwest-Territorien heraus. Grund dafür sind Rauch von Waldbränden und stagnierende atmosphärische Bedingungen. Die Warnungen wurden über Nacht veröffentlicht und im Laufe des Tages aktualisiert. Bewohner und Reisende werden darauf hingewiesen, dass die Sicht eingeschränkt sein kann und bereits bei mäßiger Anstrengung Atemwegsreizungen auftreten können. In B.C. betreffen die Warnungen die Regionen Cariboo, Okanagan und Teile des Lower Mainland, während die Warnung in den Nordwest-Territorien bis nach Yellowknife und die umliegenden Gemeinden reicht. Mehrere Regionalfluggesellschaften, darunter Pacific Coastal und First Air, haben mögliche Flugplanänderungen angekündigt, falls die Sicht unter die Mindestanforderungen fällt. Auch die Straßenbetreiber melden örtliche Geschwindigkeitsbegrenzungen auf Abschnitten des Highway 97 und des Yellowknife Highway. Reisende mit bevorstehenden Flügen sollten die Mitteilungen der Fluggesellschaften aufmerksam verfolgen und mehr Zeit für die Sicherheitskontrollen einplanen; in terminalnahen Bereichen mit Rauchbelastung wird das Tragen von Gesichtsmasken empfohlen. Firmen, die Mitarbeiter in ressourcenreiche nördliche Regionen entsenden, wird geraten, Arbeitspläne anzupassen und Feldteams mit N95-Atemschutzmasken auszustatten. Der AQHI erreichte am Dienstagnachmittag einen Wert von 8 (hohes Risiko) in Quesnel und 7 in Yellowknife. Gesundheitsbehörden empfehlen besonders gefährdeten Gruppen – darunter schwangere Reisende, Kleinkinder und Asthmatiker – nicht notwendige Reisen zu überdenken, bis sich die Luftqualität verbessert. Das nächste Update von ECCC ist für den 29. Juli geplant, doch die Behörden warnen, dass die Bedingungen mehrere Tage anhalten könnten, sofern sich die Windrichtung nicht ändert. Da die Waldbrandsaison in Kanada in den letzten Jahren früher beginnt und später endet, werden Klauseln zu Reiseunterbrechungen aufgrund von Luftqualitätswarnungen zunehmend fester Bestandteil von Firmenreiserichtlinien. Unternehmen sollten prüfen, ob Kundenverträge Terminverschiebungen bei Überschreitung der AQHI-Grenzwerte zulassen und sicherstellen, dass Reiseversicherungen auch durch Waldbrand bedingte Verzögerungen abdecken.