
Nur wenige Stunden nachdem die Regierung ihren Einwanderungsentwurf vorgelegt hatte, bekräftigte Jukka Kopra, Vorsitzender der Parlamentsfraktion der Nationalen Koalitionspartei, die Notwendigkeit strengerer Kriterien. In einer Pressemitteilung vom 17. September erklärte Kopra, ausländische Studierende müssten „ohne Unterstützung finnischer Steuerzahler auf eigenen Beinen stehen können“ und unterstützte Regelungen, die die Familienzusammenführung erst nach einem Jahr Aufenthalt des Studierenden im Land ermöglichen. Zudem befürwortete er die Einführung einer Mindestanforderung an die Sprachkenntnisse, da unzureichende Finnischkenntnisse viele Absolventen in Niedriglohnsektoren festhalten und die Integration erschweren würden. Seine Äußerungen spiegeln den wachsenden politischen Druck innerhalb der Regierungskoalition wider, die Sozialausgaben im Zusammenhang mit Einwanderung zu begrenzen. Universitätsrektoren reagierten prompt und wiesen darauf hin, dass internationale Studierende bereits durchschnittlich 10.000 Euro Studiengebühren pro Jahr zahlen und schätzungsweise 500 Millionen Euro zur finnischen Wirtschaft beitragen. Wirtschaftsverbände befürchten, dass diese Rhetorik in Verbindung mit dem geplanten Gesetz Finnlands Ruf als offenes Innovationszentrum beschädigen und die Personalgewinnung in den Bereichen Ingenieurwesen, IT und Gesundheitswesen – Branchen mit akutem Fachkräftemangel – erschweren könnte. Mobilitätsteams sollten daher die parlamentarische Debatte genau verfolgen. Selbst wenn das Gesetz unverändert verabschiedet wird, könnte die politische Stimmung die Auslegung von „ausreichenden Mitteln“ oder „realistischen Studienplänen“ bei den Antragsprüfungen in diesem Herbst beeinflussen.
Quelle: Kokoomus Parliamentary Group
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