
Finnland steht diese Woche im Mittelpunkt, wenn mehr als 600 Küstenwächter, Soldaten, Polizisten und technische Experten aus 14 EU-Mitgliedstaaten in Hanko und im Finnischen Meerbusen zum MARSEC EU 26 zusammenkommen – der wichtigsten maritimen Sicherheitsübung der Union. Organisiert wird die Übung von der finnischen Grenzpolizei gemeinsam mit Frontex, EMSA und dem Europäischen Auswärtigen Dienst. Zum ersten Mal verlegt die jährliche MARSEC-Reihe ihren Fokus in die flachen, kabelreichen Gewässer der Ostsee.
Die dreiphasige Übung begann mit einer Planspiel-Simulation, die testete, wie schnell Küstenstaaten Informationen austauschen können, wenn ein verdächtiges Schiff über einem Glasfaserkabel kreuzt, das 95 % des europäischen Internetverkehrs trägt. Anschließend folgten zwei Live-Szenarien („LIVEX“): Im ersten übten die Einsatzzentralen in Helsinki, Stockholm und Tallinn, AIS-Daten, Satellitenbilder und Küstenwachenradar zu einem einheitlichen maritimen Lagebild zu verschmelzen. Im zweiten Szenario seilten sich finnische Spezialeinheiten aus Hubschraubern auf das Eisbrecher-Schiff Polaris ab, durchsuchten Räume und entschärften Attrappen von Sprengsätzen in der Nähe einer Unterwasserkabelleitung.
Über die taktischen Übungen hinaus verfolgt MARSEC EU 26 eine strategische Zielsetzung. Die EU hat ihre Maritime Sicherheitsstrategie 2023 aktualisiert, nachdem unerklärliche Schäden an den Nord Stream-Pipelines und Unterwasserkabeln aufgetreten waren. Die Ostsee – dicht besiedelt, flach und an Russland grenzend – gilt als Hauptziel hybrider Bedrohungen. Mit der Ausrichtung der Übung signalisiert Finnland, dass der NATO-Beitritt 2023 seine EU-Verantwortung nicht geschmälert hat; vielmehr positioniert sich Helsinki als regionales Zentrum für den neuen Integrierten Überwachungsmechanismus (ISM) zur Kabelsicherheit, den Brüssel bis 2027 einsatzbereit haben will.
Für Manager globaler Mobilität ist die Übung mehr als eine militärische Demonstration. Jede reale Störung der Unterwasserinfrastruktur in der Ostsee würde sofort internationale Datenflüsse, die Luftfahrtnavigation sowie das Stromnetz, das den Flughafen Helsinki und den Hafen Hamina-Kotka versorgt, beeinträchtigen. MARSEC EU 26 dient daher auch als Probe für die Geschäftskontinuität: Reedereien wie Finnlines stellten Schiffe bereit, Telekommunikationsanbieter übten die Umleitung des Datenverkehrs über Schweden im Falle eines Kabelbruchs. Unternehmen mit Mitarbeitereinsätzen in Finnland sollten ihre Notfallpläne angesichts der diese Woche geprobten Szenarien überprüfen.
Die Übung endet heute Abend mit einer Nachbesprechung in Turku. Erste Erkenntnisse heben den Wert gemeinsamer Kontrollverfahren und die schnelle Drohnenerkennung hervor. Die abschließenden Empfehlungen fließen sowohl in die EU-Gesetzgebung zur Kabelsicherheit als auch in die bevorstehenden Änderungen des finnischen Grenzschutzgesetzes ein, die voraussichtlich noch in diesem Herbst dem Parlament vorgelegt werden.
Die dreiphasige Übung begann mit einer Planspiel-Simulation, die testete, wie schnell Küstenstaaten Informationen austauschen können, wenn ein verdächtiges Schiff über einem Glasfaserkabel kreuzt, das 95 % des europäischen Internetverkehrs trägt. Anschließend folgten zwei Live-Szenarien („LIVEX“): Im ersten übten die Einsatzzentralen in Helsinki, Stockholm und Tallinn, AIS-Daten, Satellitenbilder und Küstenwachenradar zu einem einheitlichen maritimen Lagebild zu verschmelzen. Im zweiten Szenario seilten sich finnische Spezialeinheiten aus Hubschraubern auf das Eisbrecher-Schiff Polaris ab, durchsuchten Räume und entschärften Attrappen von Sprengsätzen in der Nähe einer Unterwasserkabelleitung.
Über die taktischen Übungen hinaus verfolgt MARSEC EU 26 eine strategische Zielsetzung. Die EU hat ihre Maritime Sicherheitsstrategie 2023 aktualisiert, nachdem unerklärliche Schäden an den Nord Stream-Pipelines und Unterwasserkabeln aufgetreten waren. Die Ostsee – dicht besiedelt, flach und an Russland grenzend – gilt als Hauptziel hybrider Bedrohungen. Mit der Ausrichtung der Übung signalisiert Finnland, dass der NATO-Beitritt 2023 seine EU-Verantwortung nicht geschmälert hat; vielmehr positioniert sich Helsinki als regionales Zentrum für den neuen Integrierten Überwachungsmechanismus (ISM) zur Kabelsicherheit, den Brüssel bis 2027 einsatzbereit haben will.
Für Manager globaler Mobilität ist die Übung mehr als eine militärische Demonstration. Jede reale Störung der Unterwasserinfrastruktur in der Ostsee würde sofort internationale Datenflüsse, die Luftfahrtnavigation sowie das Stromnetz, das den Flughafen Helsinki und den Hafen Hamina-Kotka versorgt, beeinträchtigen. MARSEC EU 26 dient daher auch als Probe für die Geschäftskontinuität: Reedereien wie Finnlines stellten Schiffe bereit, Telekommunikationsanbieter übten die Umleitung des Datenverkehrs über Schweden im Falle eines Kabelbruchs. Unternehmen mit Mitarbeitereinsätzen in Finnland sollten ihre Notfallpläne angesichts der diese Woche geprobten Szenarien überprüfen.
Die Übung endet heute Abend mit einer Nachbesprechung in Turku. Erste Erkenntnisse heben den Wert gemeinsamer Kontrollverfahren und die schnelle Drohnenerkennung hervor. Die abschließenden Empfehlungen fließen sowohl in die EU-Gesetzgebung zur Kabelsicherheit als auch in die bevorstehenden Änderungen des finnischen Grenzschutzgesetzes ein, die voraussichtlich noch in diesem Herbst dem Parlament vorgelegt werden.
Quelle: European External Action Service
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