
Das Auswärtige Amt hat am 19. September seine Reise- und Sicherheitshinweise für China aktualisiert und warnt nun ausdrücklich vor der zunehmenden Anwendung von „Ausreisesperren“ gegen Ausländer, darunter auch Deutsche. Die Anpassung folgt auf die Einführung der Verordnung Nr. 841 durch den Staatsrat in Peking und ähnelt einer kürzlich von den USA veröffentlichten Warnung. Dem Hinweis zufolge können Ausländer, die sich in China aufhalten oder dort ansässig sind, im Zusammenhang mit zivil- oder strafrechtlichen Verfahren, nationalen Sicherheitsbedenken oder Untersuchungen im Zusammenhang mit Sanktionen an der Ausreise gehindert werden. Dabei wird betont, dass Ausreisesperren ohne Vorankündigung verhängt werden können und Betroffene oft erst am Flughafen von der Einschränkung erfahren. Reisende werden daher aufgefordert, ihre Reisepläne flexibel zu halten, sich rechtlich korrekt zu verhalten und sich in die Krisenliste (ELEFAND) des Ministeriums einzutragen. Berlin erinnert zudem daran, dass die derzeitige 30-tägige visafreie Einreise nach China bis zum 31. Dezember 2026 gültig bleibt, weist aber auf die Pflicht hin, sich bei einem Aufenthalt in privater Unterkunft innerhalb von 24 Stunden bei der örtlichen Polizei anzumelden. Die Warnstufe bleibt auf Level 2, weist jedoch auf anhaltende Überschwemmungen an der Grenze zwischen Nepal und Tibet sowie verstärkte Sicherheitskontrollen in Xinjiang hin. Für deutsche Unternehmen ist die Aktualisierung ein wichtiger Hinweis, grenzüberschreitende Personalplanungen zu überprüfen. Mobility-Manager sollten Mitarbeiter identifizieren, die als Zeugen in chinesischen Gerichtsverfahren auftreten könnten, sicherstellen, dass sie vor Ort rechtlichen Beistand haben, und vermeiden, wichtige Geschäftstermine unmittelbar vor internationalen Flügen anzusetzen. Auch Reise-Risikoversicherer werden voraussichtlich ihre Bedingungen anpassen, um Verzögerungen durch Ausreisesperren nur bei spezieller Absicherung abzudecken. Die Maßnahme des Auswärtigen Amtes verdeutlicht, wie ausländische Regierungen Chinas sich wandelndes Grenzkontrollinstrumentarium genau beobachten. Geschäftsreisende sollten mit strengeren Due-Diligence-Fragebögen von der Zentrale rechnen und mit höheren Genehmigungshürden bei Reisen rechnen, die sensible Technologien oder Datenübertragungen betreffen.
Quelle: Auswärtiges Amt
Wie VisaHQ helfen kann
VisaHQ vereinfacht die Visumbeantragung für Privatpersonen und Unternehmen. Prüfen Sie die aktuellen Reisebestimmungen, bereiten Sie die erforderlichen Unterlagen vor und verwalten Sie Ihren Antrag online über das VisaHQ-Portal für China.Mehr von China
Alle anzeigen
Taifun Dolphin bringt Luft-, See- und Bahnverkehr in Ostchina zum Erliegen
Chinas Eisenbahnnetz verzeichnet Rekord von 3,32 Milliarden Passagierfahrten von Januar bis August, Auslandsreisen steigen dank visafreiem Transit stark an