
Die Auswirkungen des Taifuns Babi auf den Verkehr in Festlandchina halten auch heute an, obwohl der Sturm über dem Gelben Meer zu einem tropischen Tiefdruckgebiet abgeschwächt ist. Echtzeitdaten von Trip.com und FlightStats zeigen, dass bis 15:00 Uhr CST am 20. September mehr als 1.000 Inlands- und Regionalflüge gestrichen oder stark verspätet sind. Besonders betroffen sind die Drehkreuze Beijing Capital, Shanghai Pudong und Hangzhou Xiaoshan. Air China hat allein mindestens fünfzig Flüge gestrichen, darunter CA8207 (Wuhan–Beijing) und CA1308 (Shenzhen–Beijing). China Southern und Juneyao haben für Reisende mit Tickets bis zum 23. September pauschale Umbuchungen erlaubt. Obwohl das Auge des Sturms bereits vor zwei Tagen in Zhejiang auf Land traf, führten anhaltende Regenbänder zu Warnungen vor plötzlichen Überschwemmungen von Jiangsu bis Fujian. Dies zwang die Flughafenbehörden, den Flugbetrieb auf den Start- und Landebahnen zu staffeln und Kapazitätskontrollen einzuführen. Auch Schiene und Straße bieten keine sicheren Alternativen. China Railway setzte den Hochgeschwindigkeitsverkehr auf den Küstenstrecken Fuzhou–Xiamen und Ningbo–Taizhou wegen Erdrutschen aus, und Abschnitte der Autobahn Hangzhou-Ningbo wurden gesperrt, nachdem der Wasserstand des Yong-Flusses die Gefahrenmarke überschritten hatte. Das Notfallmanagementbüro der Provinz Zhejiang berichtete, dass während der morgendlichen Hauptverkehrszeit mehr als 480.000 Reisende festsaßen. Für Mobilitätsmanager in Unternehmen stehen jetzt die Aktivierung von Reisenden-Tracking-Tools, die Umbuchung wichtiger Mitarbeiter über weniger betroffene Flughäfen wie Chongqing, Chengdu oder Inlandflughäfen sowie die Erinnerung an mögliche PCR-Tests am selben Tag vor Weiterflügen in einigen Küstenstädten im Vordergrund – eine Maßnahme, die vorübergehend wieder eingeführt wurde, um Krankheitsausbrüche nach dem Taifun zu verhindern. Logistikteams, die zeitkritische Komponenten transportieren, sollten den Transport über nördliche Landgrenzhäfen wie Manzhouli umleiten, wo der Zollbetrieb normal läuft. Meteorologen erwarten, dass sich der Himmel bis zum 22. September klärt, doch die Fluggesellschaften rechnen damit, dass es weitere 48 Stunden dauern wird, bis sich die Flugpläne vollständig normalisieren, da Flugzeuge und Crews noch nicht an ihrem Einsatzort sind. Reisenden mit engen Projektplänen wird empfohlen, diese Woche mindestens einen zusätzlichen Tag Puffer einzuplanen.
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