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Peking richtet 600 km lange „Flugverbotszone für die Hauptstadt“ ein – Drohnen und Firmenflugzeuge bleiben am Boden

Sept. 20, 2026
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Peking richtet 600 km lange „Flugverbotszone für die Hauptstadt“ ein – Drohnen und Firmenflugzeuge bleiben am Boden
Der Luftraum über Peking wurde heute drastisch eingeschränkt, als die chinesischen Behörden eine umfassende „No-Fly-Zone“ mit einem Durchmesser von etwa 600 Kilometern rund um die Stadt einführten, die auch Tianjin, Hebei und Teile der Inneren Mongolei umfasst. Laut staatlichen Medien, zitiert von SBS News, trat die Sperrzone mit einer Fläche von 280.000 km² – das ist 2,8-mal so groß wie die Landfläche Südkoreas – am 20. September um Mitternacht in Kraft. Dies geschah nach einem Vorfall im Juni, bei dem ein privat geflogenes Leichtflugzeug in den 528 Meter hohen CITIC Tower stürzte.

Nach den neuen Vorschriften sind alle nicht-kommerziellen Flüge verboten, sofern sie nicht individuell von Militär- oder Luftfahrtbehörden genehmigt wurden. Das Verbot betrifft Privatjets, Firmenhubschrauber, Rundflüge der allgemeinen Luftfahrt und – besonders umstritten – alle Kategorien ziviler Drohnen. Anwohner werden aufgefordert, ihre Hobby-Drohnen und sogar Ersatzteile an Sammelstellen abzugeben; registrierte Geräte erhalten eine symbolische Entschädigung von nur 200 CNY (ca. 27 USD). Dies führt zu zahlreichen Beschwerden von Kleinunternehmen, die Drohnen für Kartierung, Landwirtschaft und letzte Meile-Lieferungen nutzen.

Peking richtet 600 km lange „Flugverbotszone für die Hauptstadt“ ein – Drohnen und Firmenflugzeuge bleiben am Boden


Betreiber der Geschäftsfliegerei berichten, dass die Flughäfen Beijing Capital (PEK) und Beijing Daxing (PKX) weiterhin planmäßige Passagierflüge abwickeln, während Firmen- und Charterflüge bis zur Einführung neuer Genehmigungssoftware später in diesem Jahr faktisch ausgesetzt sind. Frachtspediteure melden, dass wertvolle Güter, die bisher mit Firmenflugzeugen transportiert wurden – von Halbleiterprototypen bis zu dringenden medizinischen Proben – nun über Shanghai oder Tianjin umgeleitet werden müssen, was die Transportzeit um einen ganzen Tag verlängert.

Die Einhaltung der Vorschriften wird durch ein mehrschichtiges System überwacht, das militärisches Radar, ADS-B-Daten und 5G-basierte Überwachungsnetze in niedriger Höhe kombiniert. Verstöße können mit Geldstrafen von bis zu 100.000 CNY und strafrechtlichen Konsequenzen wegen „Gefährdung der Luftraumsicherheit“ geahndet werden.

Diese Maßnahme steht im Einklang mit Chinas umfassender Überarbeitung der Ein- und Ausreiseregelungen, die am 15. September in Kraft trat und die Ermessensspielräume der Grenz- und Luftfahrtbehörden erweitert. Für multinationale Unternehmen ergeben sich daraus klare Handlungsanweisungen: geplante Drohnen- oder Demonstrationsflüge in der Nähe Pekings aussetzen, zeitkritische Geschäftsflüge über alternative Flughäfen wie Tianjin (TSN) oder Shijiazhuang (SJW) umleiten und Mitarbeiter darauf hinweisen, dass der Freizeitgebrauch von Drohnen in der Hauptstadtregion nun verboten ist. Firmen, die auf UAV-basierte Inspektionen angewiesen sind, sollten ihre Notfallpläne für bodengestützte oder satellitengestützte Alternativen beschleunigen.
Quelle: SBS News

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