
Das spanische Außenministerium (MAEC) hat am 8. Oktober 2026 seine Reisehinweise für Indien aktualisiert, wobei das allgemeine Risikoniveau unverändert bleibt, jedoch weiterhin auf Sicherheitsbeschränkungen entlang der Grenze zu Pakistan hingewiesen wird. Die Mitteilung erinnert daran, dass der Landübergang Attari–Wagah, der bei Overland-Reisenden und Logistikfahrern beliebt ist, seit dem Terroranschlag in Pahalgam im April 2025 für Zivilpersonen geschlossen ist. Das MAEC empfiehlt spanischen Staatsangehörigen nun ausdrücklich, Fracht und Projektpersonal bis auf Weiteres über alternative Luftkorridore (Delhi, Amritsar oder Lahore) zu transportieren. Zudem wird betont, dass e-Touristenvisa keinen automatischen Zugang zu den Sperrgebieten an der Grenze gewähren; eine Sondergenehmigung des indischen Innenministeriums ist erforderlich. Das Versäumnis, diese Genehmigungen einzuholen, führte kürzlich zur Abschiebung europäischer Abenteuerreisegruppen, die versuchten, in den Grenzbezirken von Rajasthan und Gujarat zu wandern. Für Geschäftsreisende ist vor allem die Zeitplanung entscheidend: Die Bearbeitung zusätzlicher Genehmigungen kann bis zu 20 Tage dauern und somit Besuche in Grenznähe verzögern. Unternehmen sollten daher Puffer in ihre Projektpläne einbauen und eine Versicherung in Betracht ziehen, die Kosten für Umleitungen abdeckt, falls Genehmigungen verweigert werden. Die Reisehinweise erinnern außerdem daran, sich im MAEC-Reiseregister anzumelden und eine umfassende Krankenversicherung abzuschließen, da in einigen abgelegenen Grenzregionen nur begrenzte Notfallversorgung verfügbar ist.
Quelle: MAEC – Gobierno de España