
Das Fachportal Treniamo hat einen aktualisierten Streikbericht für den 12. Oktober veröffentlicht, der mehrere 4- bis 8-stündige Ausstände in den regionalen Bahnnetzen Italiens in dieser Woche ankündigt. Das Hauptstreikfenster liegt am 14. Oktober (Region Toskana, 09:01–17:00), doch bereits heute kommt es zu Verzögerungen bei Fernverkehrszügen, darunter EuroCity-Verbindungen zwischen Wien, Venedig und Rom. Nach italienischem Recht gelten die grenzüberschreitenden EuroCity-Züge 82/83 (Wien–Bologna/Ancona) als „garantiert“ und verkehren auch während des Streiks, allerdings können Sitzplatzreservierungen kurzfristig geändert werden und der Bordservice wird voraussichtlich eingestellt. Reisende, die ihre Fahrt in Österreich beginnen, sollten mindestens zwei Stunden Pufferzeit für Anschlussverbindungen ab Bologna einplanen. Der ÖBB-Kundendienst für Firmenkunden bietet proaktive Umbuchungsmöglichkeiten für Inhaber von Klimaticket Business und internationalen Bahnpässen an. Arbeitgeber mit entsandten Mitarbeitern in Norditalien werden daran erinnert, dass Ausfallzeiten durch offiziell angekündigte Streiks nach österreichischem Arbeitsrecht nicht als Arbeitszeit gelten, jedoch Auslagen erstattet werden müssen. Fahrgäste sollten aktuelle Informationen über die ViaggiaTreno-App von Trenitalia verfolgen und ausgedruckte Fahrpläne mitführen, um Rückerstattungen an italienischen Fahrkartenschaltern zu erleichtern. Mobilitätsmanager könnten dringende Termine auf Videokonferenzen verlegen oder alternative Routen über München wählen, da die Bahnverbindungen nach Norditalien dort unbeeinträchtigt bleiben.
Quelle: Treniamo – Train-strike portal