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Österreich probt sektorübergreifende Krisenreaktion zum Schutz von Flughäfen und Stromnetzen

Okt. 12, 2026
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Österreich probt sektorübergreifende Krisenreaktion zum Schutz von Flughäfen und Stromnetzen
Bei einer Pressekonferenz in Wien am 12. Oktober kündigten das Innenministerium und der Energiekonzern VERBUND eine dreitägige landesweite Übung (13.–15. Oktober) an, um den Schutz kritischer Infrastrukturen gegen hybride Bedrohungen zu testen. An der Übung sind Spezialeinheiten der Polizei, Flughafen-Sicherheitsteams, die Flugsicherung sowie Betreiber von Energienetzen beteiligt. Geprobt wird unter anderem ein simuliertes Drohnenangriffsszenario am Flughafen Wien-Schwechat sowie Sabotageakte an wichtigen Umspannwerken.

Obwohl es sich in erster Linie um eine Sicherheitsübung handelt, hat die Operation direkte Auswirkungen auf die Mobilität. Die Kontrollen am Flughafengelände werden verschärft, und Passagiere von Frühflügen am 15. Oktober müssen mit Straßensperrungen rund um den Bereich Am Hof im Zentrum Wiens rechnen, wo eine Live-Trainingssequenz stattfindet. Frachtabfertiger wurden angewiesen, längere Ausweiskontrollen für Fahrer, die das Frachtterminal betreten, einzuplanen.

Minister Gerhard Karner bezeichnete die Übung als „wichtige Hausaufgabe“ im Vorfeld der vollständigen Einführung des EU-Ein- und Ausreisesystems im April 2027, das auf eine durchgehende Stromversorgung und sichere Datenverbindungen angewiesen ist. VERBUND-CEO Michael Strugl ergänzte, dass die Übung auch die Cyber-Resilienz testet, die bereits bei den Blackout-Simulationen im vergangenen Winter geprobt wurde.

Für Unternehmen im Bereich Mobilität lautet die Botschaft: Flughäfen bleiben sicher, Reisende sollten jedoch mehr Zeit für Sicherheitskontrollen einplanen; und Expats, die im österreichischen Energiesektor tätig sind, müssen mit vorübergehend verschärften Zutrittskontrollen rechnen.
Quelle: Austrian Interior Ministry press release

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