
Das Generalkonsulat Indiens in Dubai hat am 12. Oktober 2026 eine dringende Warnung an indische Staatsangehörige herausgegeben, in der vor nicht registrierten Vermittlern gewarnt wird, die „garantierte“ Arbeits- oder Aufenthaltsvisa für die VAE, Kanada und Europa versprechen. Die Mission berichtet von einem Anstieg der Beschwerden über Vorschussbetrug, gefälschte Jobangebote und falsche Einreisegenehmigungen für die VAE. Nach den Gesetzen der VAE dürfen nur lizenzierte Personalvermittler Vermittlungsgebühren erheben – und diese Gebühren müssen vom Arbeitgeber, nicht vom Arbeitnehmer bezahlt werden. Dennoch sollen Betrüger in Indiens kleineren Städten zwischen 80.000 und 300.000 Rupien pro Person verlangt haben, indem sie Opfer mit Videos von gut bezahlten Lagerjobs köderten. Das Konsulat empfiehlt Arbeitssuchenden, Stellenangebote über die Website des UAE-Ministeriums für Human Resources and Emiratisation (MoHRE) zu überprüfen und das indische e-Migrate-System zu nutzen, das für Auswanderer mit Emigrationskontrollpflicht (ECR-Pässe) die Beglaubigung von Arbeitsverträgen vorschreibt. Für indische Unternehmen, die Mitarbeiter nach Dubai entsenden, dient die Warnung als Erinnerung, nur geprüfte PRO-Dienste (Public Relations Officer) für die Bearbeitung von Arbeitserlaubnissen zu beauftragen. Arbeitgeber, die mit betrügerischen Vermittlern zusammenarbeiten, riskieren eine Schwarze Liste nach dem indischen Emigrationsgesetz sowie Strafen in den VAE. Mobility-Manager sollten die Warnung über HR-Portale und vor Abreise stattfindende Briefings verbreiten. Das Konsulat arbeitet zudem mit den Behörden der VAE zusammen, um Online-Anzeigen zu entfernen, die seinen Namen oder sein Logo missbräuchlich verwenden. Opfer werden gebeten, Beweise an visa.dubai@mea.gov.in zu senden und sowohl in Indien als auch in den VAE Strafanzeigen zu erstatten, damit grenzüberschreitende Ermittlungen eingeleitet werden können. Angesichts von Überweisungen aus dem Golf von über 43 Milliarden US-Dollar im vergangenen Jahr hat der Schutz von Wanderarbeitern vor Betrug höchste diplomatische und wirtschaftliche Priorität. Die Warnung unterstreicht die Notwendigkeit von sorgfältiger Prüfung und offiziellen Kanälen bei der Organisation von Auslandseinsätzen.
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