
Das Innenministerium bestätigte am 5. November, dass ein iranischer Staatsangehöriger, der nur wenige Wochen nach seiner Rückführung nach Frankreich erneut mit einem kleinen Boot ins Vereinigte Königreich eingereist war, erneut abgeschoben wurde – die erste Wiederholungsabschiebung im Rahmen des bilateralen „Eins rein, eins raus“-Abkommens, das im August mit Paris unterzeichnet wurde. Innenministerin Shabana Mahmood erklärte, der Mann sei „durch biometrische Daten erkannt, sofort festgenommen und zurückgeflogen“ worden, und warnte: „Wer nach einer Abschiebung versucht, ins Vereinigte Königreich zurückzukehren, verschwendet Zeit und Geld.“
Laut dem Abkommen darf das Vereinigte Königreich genauso viele Menschen, die illegal eingereist sind, nach Frankreich zurückschicken, wie es über legale humanitäre Kanäle aufnimmt – ein politischer Kompromiss, der es der Labour-Partei ermöglichte, den Rwanda-Plan aufzugeben und dennoch Abschreckung zu signalisieren. Bis zum 5. November wurden 94 Migranten nach Frankreich zurückgeschickt und 57 besonders schutzbedürftige Fälle ins Vereinigte Königreich aufgenommen, so Angaben des Innenministeriums. Die französische Zusammenarbeit verlangsamt sich Berichten zufolge, da Paris von London Klarheit über ein 476 Millionen Pfund schweres Grenzsicherheits-Finanzierungspaket und eine bessere Informationsweitergabe fordert.
Für Akteure im Bereich globale Mobilität ist der Fall bedeutsam, da er die Absicht der Regierung zeigt, biometrische Abgleiche an der Grenze zu operationalisieren. Arbeitgeber sollten mit verstärktem grenzüberschreitendem Datenaustausch und Echtzeitwarnungen rechnen, wenn eine zuvor abgeschobene Person erneut einen Visumantrag stellt oder gefälschte Reisedokumente vorlegt. Der Fall verdeutlicht zudem, dass Anträge wegen moderner Sklaverei einer beschleunigten Prüfung unterzogen werden, wobei abgelehnte Antragsteller schnell zur Abschiebung vorgemerkt werden.
Menschenrechtsorganisationen warnen, dass das beschleunigte Verfahren das Risiko einer Zurückweisung (Refoulement) birgt und psychische Gesundheitsprobleme ignoriert; Dokumente, die der Guardian einsehen konnte, zeigen, dass Fachleute davor warnten, der Mann sei suizidgefährdet und habe in Frankreich keinen Zugang zu medizinischer Versorgung. Risiko-Teams für Geschäftsreisen sollten daher mögliche Proteste oder rechtliche Auseinandersetzungen an Flughäfen und Abschiebezentren beobachten, die den Betrieb stören könnten.
Politisch ist die Wiederholungsabschiebung ein Erfolg für die Minister, die gegen die Rekordzahl von über 27.000 kleinen Bootseinreisen in diesem Jahr und die wachsende Unterstützung für die Reform UK-Partei kämpfen. Weitere administrative Verschärfungen sind zu erwarten, darunter der erweiterte Einsatz mobiler biometrischer Kontrollen an Einschiffungspunkten sowie mögliche Sanktionen gegen Fluggesellschaften oder Fährbetreiber, die Passagiere befördern, die zuvor im Rahmen des Abkommens abgeschoben wurden.
Laut dem Abkommen darf das Vereinigte Königreich genauso viele Menschen, die illegal eingereist sind, nach Frankreich zurückschicken, wie es über legale humanitäre Kanäle aufnimmt – ein politischer Kompromiss, der es der Labour-Partei ermöglichte, den Rwanda-Plan aufzugeben und dennoch Abschreckung zu signalisieren. Bis zum 5. November wurden 94 Migranten nach Frankreich zurückgeschickt und 57 besonders schutzbedürftige Fälle ins Vereinigte Königreich aufgenommen, so Angaben des Innenministeriums. Die französische Zusammenarbeit verlangsamt sich Berichten zufolge, da Paris von London Klarheit über ein 476 Millionen Pfund schweres Grenzsicherheits-Finanzierungspaket und eine bessere Informationsweitergabe fordert.
Für Akteure im Bereich globale Mobilität ist der Fall bedeutsam, da er die Absicht der Regierung zeigt, biometrische Abgleiche an der Grenze zu operationalisieren. Arbeitgeber sollten mit verstärktem grenzüberschreitendem Datenaustausch und Echtzeitwarnungen rechnen, wenn eine zuvor abgeschobene Person erneut einen Visumantrag stellt oder gefälschte Reisedokumente vorlegt. Der Fall verdeutlicht zudem, dass Anträge wegen moderner Sklaverei einer beschleunigten Prüfung unterzogen werden, wobei abgelehnte Antragsteller schnell zur Abschiebung vorgemerkt werden.
Menschenrechtsorganisationen warnen, dass das beschleunigte Verfahren das Risiko einer Zurückweisung (Refoulement) birgt und psychische Gesundheitsprobleme ignoriert; Dokumente, die der Guardian einsehen konnte, zeigen, dass Fachleute davor warnten, der Mann sei suizidgefährdet und habe in Frankreich keinen Zugang zu medizinischer Versorgung. Risiko-Teams für Geschäftsreisen sollten daher mögliche Proteste oder rechtliche Auseinandersetzungen an Flughäfen und Abschiebezentren beobachten, die den Betrieb stören könnten.
Politisch ist die Wiederholungsabschiebung ein Erfolg für die Minister, die gegen die Rekordzahl von über 27.000 kleinen Bootseinreisen in diesem Jahr und die wachsende Unterstützung für die Reform UK-Partei kämpfen. Weitere administrative Verschärfungen sind zu erwarten, darunter der erweiterte Einsatz mobiler biometrischer Kontrollen an Einschiffungspunkten sowie mögliche Sanktionen gegen Fluggesellschaften oder Fährbetreiber, die Passagiere befördern, die zuvor im Rahmen des Abkommens abgeschoben wurden.
Quelle: The Guardian
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