
Die Oppositionskoalition Australiens hat beschlossen, in diesem Jahr keine konkrete Zahl für die Netto-Auslandswanderung (NOM) zu nennen und die politisch heikle Frage bis kurz vor der Bundestagswahl 2028 zu verschieben. Die stellvertretende Oppositionsführerin Sussan Ley teilte am 18. November den Parteikollegen mit, dass stattdessen vor Weihnachten ein Satz „Leitprinzipien“ für die Einwanderung veröffentlicht wird.
Diese Prinzipien, die derzeit vom Wirtschaftsteam der Koalition ausgearbeitet werden, sollen eine geringere, dafür qualifiziertere Zuwanderung betonen; strengere Kontrollen bei Studenten- und Working-Holiday-Visa vorsehen; sowie eine vollständige Überarbeitung der Liste der gefragten Berufe (Skilled Occupations List) beinhalten. Konservative Hinterbänkler fordern eine Senkung der NOM-Zahl von der Regierungsprognose von 260.000 für 2025 auf unter 200.000. Wirtschaftsverbände und Landesfinanzminister warnen jedoch, dass eine pauschale Kürzung die Fachkräftelücken in Bau, Pflege und sauberer Energie verschärfen und das BIP-Wachstum bremsen würde.
Interne Modellrechnungen unter Leitung des Schattenfinanzministers Angus Taylor prüfen verschiedene Szenarien mit Obergrenzen von 225.000, 200.000 und 180.000 sowie deren fiskalische Auswirkungen. Erste Ergebnisse zeigen, dass jede Kürzung um 25.000 Personen etwa 7 Milliarden australische Dollar an Steuereinnahmen aus Einkommensteuer und Mehrwertsteuer über vier Jahre kostet. Dieses Ergebnis nutzen moderate Kräfte, um für einen „präzisen“ statt „radikalen“ Schnitt zu plädieren, der vor allem niedrig entlohnte Bereiche des Programms ins Visier nimmt.
Um Vorwürfen von Populismus entgegenzuwirken, will die Koalition jede Reduzierung an die Infrastrukturkapazitäten koppeln und jährlich eine „Tragfähigkeits“-Erklärung zu Wohnraum, Krankenhäusern, Straßen und Klassenzimmern veröffentlichen. Zudem wird ein Vorgehen gegen Scheinfirmen und betrügerische Visumsagenten vorbereitet, mit dem Ziel, den Missbrauch von Studentenvisa innerhalb von zwei Jahren zu halbieren. Ein Vorschlag zur beschleunigten Vergabe von Visa in kritischen Sektoren – Gesundheit, saubere Technologien und fortschrittliche Fertigung – bleibt bestehen, um Arbeitgeber zu beruhigen.
Würde die Strategie umgesetzt, wäre dies die größte Neuausrichtung der australischen Migrationspolitik seit dem Anstieg nach der COVID-Pandemie 2022-23. Unternehmen, die Talente planen, sollten sich auf ein selektiveres Fachkräfte-Visa-System, strengere Arbeitsmarktprüfungen und intensivere Dokumentenkontrollen einstellen, jedoch nicht auf eine sofortige harte Obergrenze bei den Gesamtzahlen.
Diese Prinzipien, die derzeit vom Wirtschaftsteam der Koalition ausgearbeitet werden, sollen eine geringere, dafür qualifiziertere Zuwanderung betonen; strengere Kontrollen bei Studenten- und Working-Holiday-Visa vorsehen; sowie eine vollständige Überarbeitung der Liste der gefragten Berufe (Skilled Occupations List) beinhalten. Konservative Hinterbänkler fordern eine Senkung der NOM-Zahl von der Regierungsprognose von 260.000 für 2025 auf unter 200.000. Wirtschaftsverbände und Landesfinanzminister warnen jedoch, dass eine pauschale Kürzung die Fachkräftelücken in Bau, Pflege und sauberer Energie verschärfen und das BIP-Wachstum bremsen würde.
Interne Modellrechnungen unter Leitung des Schattenfinanzministers Angus Taylor prüfen verschiedene Szenarien mit Obergrenzen von 225.000, 200.000 und 180.000 sowie deren fiskalische Auswirkungen. Erste Ergebnisse zeigen, dass jede Kürzung um 25.000 Personen etwa 7 Milliarden australische Dollar an Steuereinnahmen aus Einkommensteuer und Mehrwertsteuer über vier Jahre kostet. Dieses Ergebnis nutzen moderate Kräfte, um für einen „präzisen“ statt „radikalen“ Schnitt zu plädieren, der vor allem niedrig entlohnte Bereiche des Programms ins Visier nimmt.
Um Vorwürfen von Populismus entgegenzuwirken, will die Koalition jede Reduzierung an die Infrastrukturkapazitäten koppeln und jährlich eine „Tragfähigkeits“-Erklärung zu Wohnraum, Krankenhäusern, Straßen und Klassenzimmern veröffentlichen. Zudem wird ein Vorgehen gegen Scheinfirmen und betrügerische Visumsagenten vorbereitet, mit dem Ziel, den Missbrauch von Studentenvisa innerhalb von zwei Jahren zu halbieren. Ein Vorschlag zur beschleunigten Vergabe von Visa in kritischen Sektoren – Gesundheit, saubere Technologien und fortschrittliche Fertigung – bleibt bestehen, um Arbeitgeber zu beruhigen.
Würde die Strategie umgesetzt, wäre dies die größte Neuausrichtung der australischen Migrationspolitik seit dem Anstieg nach der COVID-Pandemie 2022-23. Unternehmen, die Talente planen, sollten sich auf ein selektiveres Fachkräfte-Visa-System, strengere Arbeitsmarktprüfungen und intensivere Dokumentenkontrollen einstellen, jedoch nicht auf eine sofortige harte Obergrenze bei den Gesamtzahlen.
Quelle: The Australian