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Reform UK schlägt harte Einwanderungspolitik vor: Leistungsausschluss für EU-Bürger und Verdreifachung der NHS-Abgabe

Nov. 18, 2025
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Reform UK schlägt harte Einwanderungspolitik vor: Leistungsausschluss für EU-Bürger und Verdreifachung der NHS-Abgabe
Nigel Farages Reform UK hat ein Aufsehen erregendes Paket vorgestellt, das EU-Bürger – einschließlich derjenigen mit dauerhaftem Aufenthaltsstatus – vom Bezug von Universal Credit ausschließen und die Immigration Health Surcharge (IHS) fast verdreifachen würde, auf 2.718 Pfund pro Jahr. Die am 17. November vor dem kommenden Haushalt präsentierten Vorschläge werden als Maßnahme zur Einsparung von 25 Milliarden Pfund dargestellt, um inländische Steuererhöhungen zu vermeiden.

Dem Plan zufolge würden alle Nicht-Staatsbürger drei Monate nach Inkrafttreten den Zugang zu den meisten Sozialleistungen verlieren. Die Auslandshilfe soll um 90 Prozent gekürzt werden, und jeder ausländische Staatsangehörige, der wegen einer Straftat verurteilt wurde, soll nach der Haftentlassung abgeschoben werden – eine Maßnahme, von der Reform Einsparungen in Höhe von 580 Millionen Pfund erwartet. Ökonomen haben die Berechnungen bereits infrage gestellt und auf mögliche Vergeltungsmaßnahmen im Rahmen des Brexit-Handelsabkommens sowie höhere Verwaltungskosten für Massenabschiebungen hingewiesen.

Reform UK schlägt harte Einwanderungspolitik vor: Leistungsausschluss für EU-Bürger und Verdreifachung der NHS-Abgabe


Aus Sicht der Mobilität sticht vor allem die Erhöhung der IHS ins Auge. Mit 2.718 Pfund pro Erwachsenem und 2.036 Pfund pro Kind (unter der Annahme, dass die derzeitigen Rabatte für Angehörige erhalten bleiben) würde eine vierköpfige Familie mit einem fünfjährigen Skilled Worker-Visum Gesundheitskosten von über 46.000 Pfund im Voraus zahlen müssen – ohne Visagebühren. Das würde die Gesamtkosten für die Entsendung weit über die meisten mittleren Gehaltspakete hinaus treiben und Arbeitgeber dazu zwingen, UK-Einsätze zu überdenken oder die Kosten selbst zu tragen.

Obwohl Reform derzeit keine Sitze im Parlament hat, zeigen Umfragen, dass die Partei sowohl von Labour als auch von den Konservativen Stimmen abzieht. Ihre Agenda prägt die breitere Debatte: Minister haben die Visagebühren in diesem Jahr bereits um 7 Prozent erhöht, und weitere Anhebungen erscheinen politisch leichter durchsetzbar. Mobility-Teams sollten Szenarien für zusätzliche Kostenbeteiligungen mit Entsandten planen und beobachten, ob die etablierten Parteien ähnliche Finanzierungsmodelle für den NHS übernehmen.
Quelle: The Guardian

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