
Österreich ist einen Schritt näher an papierlosen Grenzübertritten, nachdem der EU-Rat am 19. November 2025 seine Verhandlungsposition zur neuen Verordnung über digitale Reisedokumente (DTC) verabschiedet hat. Sobald das Gesetz finalisiert ist, können Drittstaatsangehörige (und später auch EU-Bürger) eine sichere, ICAO-konforme Kopie ihres Reisepasses in einer offiziellen Smartphone-Wallet speichern. Reisende könnten dann ihre Daten vorab im Ein- und Ausreisesystem (EES) übermitteln, einen QR-Code an den e-Gates scannen und ohne physischen Passstempel die Grenzkontrolle passieren.
Für den Flughafen Wien (VIE) kommt der Zeitpunkt gerade recht. Seit dem Start des EES im Oktober reichen die morgendlichen Spitzenzeiten bei Nicht-EU-Ankünften oft weit über die abgesperrten Bereiche hinaus, weshalb das Personal von der Sicherheitskontrolle zur Passkontrolle umgeschichtet wurde. Ein digitales Reisedokument, das es Passagieren ermöglicht, die Formalitäten vor der Landung zu erledigen, würde die Abfertigungszeit pro Reisendem laut Schätzungen der österreichischen Grenzpolizeigewerkschaft um etwa 30 bis 40 Sekunden verkürzen. Das entspricht bei der aktuellen Personalstärke etwa fünf zusätzlichen Großraumflügen pro Stunde.
Auch die Manager für Unternehmensmobilität beobachten die Entwicklung genau. Multinationale Unternehmen wie OMV und Siemens Österreich berichten, dass Führungskräfte inzwischen Pufferzeiten zwischen Landung und Meetings einplanen müssen, wegen der biometrischen Kontrollen im EES. „Wenn DTC den manuellen Passscan überflüssig macht, gewinnen wir bei jeder Langstreckenreise mindestens eine halbe Stunde zurück“, sagt Katharina Lechner, Leiterin Global Mobility bei OMV. Reisebüros erwarten einen Anstieg von Last-Minute-Buchungen, sobald das System zuverlässig funktioniert, was Österreich als regionalen Drehkreuzstandort attraktiver macht.
Der Vorschlag passt auch zur EU-Strategie, DTCs mit ETIAS-Visumfreistellungen und sogar Schengen-Kurzaufenthaltsvisa zu verknüpfen. Österreichische Konsulate würden ein sicheres digitales Visum ausstellen, das automatisch mit dem Reisedokument des Reisenden verknüpft ist, was Betrug und Kurierkosten reduziert. Das Innenministerium in Wien bestätigte, dass die Entwicklungsarbeiten für das nationale DTC-Backend Anfang 2026 beginnen, teilweise finanziert durch die EU-Fazilität für integriertes Grenzmanagement.
Nächste Schritte: Im Dezember wird der Rat Trilogverhandlungen mit dem Europäischen Parlament aufnehmen. Wird bis Mitte 2026 eine Einigung erzielt, könnten Pilotprojekte an ausgewählten Flughäfen – darunter Wien – Ende 2026 starten. Unternehmen sollten jetzt ihre Reiserichtlinien überarbeiten, um Vorgaben zu digitalen Reisedokumenten, Gerätesicherheit und Datenschutzpflichten aufzunehmen.
Für den Flughafen Wien (VIE) kommt der Zeitpunkt gerade recht. Seit dem Start des EES im Oktober reichen die morgendlichen Spitzenzeiten bei Nicht-EU-Ankünften oft weit über die abgesperrten Bereiche hinaus, weshalb das Personal von der Sicherheitskontrolle zur Passkontrolle umgeschichtet wurde. Ein digitales Reisedokument, das es Passagieren ermöglicht, die Formalitäten vor der Landung zu erledigen, würde die Abfertigungszeit pro Reisendem laut Schätzungen der österreichischen Grenzpolizeigewerkschaft um etwa 30 bis 40 Sekunden verkürzen. Das entspricht bei der aktuellen Personalstärke etwa fünf zusätzlichen Großraumflügen pro Stunde.
Auch die Manager für Unternehmensmobilität beobachten die Entwicklung genau. Multinationale Unternehmen wie OMV und Siemens Österreich berichten, dass Führungskräfte inzwischen Pufferzeiten zwischen Landung und Meetings einplanen müssen, wegen der biometrischen Kontrollen im EES. „Wenn DTC den manuellen Passscan überflüssig macht, gewinnen wir bei jeder Langstreckenreise mindestens eine halbe Stunde zurück“, sagt Katharina Lechner, Leiterin Global Mobility bei OMV. Reisebüros erwarten einen Anstieg von Last-Minute-Buchungen, sobald das System zuverlässig funktioniert, was Österreich als regionalen Drehkreuzstandort attraktiver macht.
Der Vorschlag passt auch zur EU-Strategie, DTCs mit ETIAS-Visumfreistellungen und sogar Schengen-Kurzaufenthaltsvisa zu verknüpfen. Österreichische Konsulate würden ein sicheres digitales Visum ausstellen, das automatisch mit dem Reisedokument des Reisenden verknüpft ist, was Betrug und Kurierkosten reduziert. Das Innenministerium in Wien bestätigte, dass die Entwicklungsarbeiten für das nationale DTC-Backend Anfang 2026 beginnen, teilweise finanziert durch die EU-Fazilität für integriertes Grenzmanagement.
Nächste Schritte: Im Dezember wird der Rat Trilogverhandlungen mit dem Europäischen Parlament aufnehmen. Wird bis Mitte 2026 eine Einigung erzielt, könnten Pilotprojekte an ausgewählten Flughäfen – darunter Wien – Ende 2026 starten. Unternehmen sollten jetzt ihre Reiserichtlinien überarbeiten, um Vorgaben zu digitalen Reisedokumenten, Gerätesicherheit und Datenschutzpflichten aufzunehmen.
Quelle: Council of the European Union
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