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Flughafen Zürich führt EU-Ein- und Ausreisesystem mit Secunet-Biometrie-Gates ein

Nov. 20, 2025
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Flughafen Zürich führt EU-Ein- und Ausreisesystem mit Secunet-Biometrie-Gates ein
Der Flughafen Zürich hat diese Woche still und leise das Ein-/Ausreisesystem (EES) der Europäischen Union aktiviert, und heute, am 19. November 2025, wird das Ausmaß der Einführung deutlich. In Zusammenarbeit mit dem deutschen Sicherheitstechnologie-Spezialisten Secunet haben die Grenzpolizei Zürich 52 Selbstbedienungskioske, automatisierte e-Gates und Gesichtserfassungstürme installiert, die nun jede Einreise von Nicht-EU/EFTA-Reisenden steuern.

Im Rahmen des EES müssen Erstbesucher vier Fingerabdrücke und ein Live-Gesichtsbild erfassen lassen; bei Folgebesuchen genügt ein Passscan und ein Abgleich des Gesichts, der den alten Stempel ersetzt. Die Daten werden von den Easygate-Kiosken an ein sicheres Backend übertragen, das die zentrale EES-Datenbank der EU speist, gültig für drei Jahre. Schweizer, EU- und EFTA-Bürger sowie Inhaber von Schweizer Aufenthaltsbewilligungen bleiben vom EES ausgenommen und können weiterhin die Standard-e-Gates nutzen.

Flughafen Zürich führt EU-Ein- und Ausreisesystem mit Secunet-Biometrie-Gates ein


Die beiden Langstreckenankunftszonen des Flughafens am frühen Morgen und späten Nachmittag tragen die Hauptlast der Umstellung. Die Grenzpolizei berichtet, dass die erstmalige EES-Anmeldung in Spitzenzeiten 30 bis 60 Minuten zusätzlich dauert, weshalb Fluggesellschaften ihre Passagiere bereits vor der Landung über die Kiosk-Prozeduren informieren. Personal- und Reisemanagement sollten für Verbindungen von Nicht-Schengen- zu Schengen-Flügen mindestens 90 Minuten einplanen, bis sich die Warteschlangen normalisieren.

Neben dem Komfort für Reisende hat die Umstellung auch Compliance-Auswirkungen: Die schengenweite Datenbank zählt automatisch die Tage der Ein- und Ausreise und erkennt Überziehungen, die früher durch manuelle Stempelungen unbemerkt blieben. Unternehmen, die Auftragnehmer oder Projektmitarbeiter in der Schweiz einsetzen, müssen ihre Tageszählung verschärfen und die Kioskabläufe mit neuen Mitarbeitern üben.

Mit der Aktivierung in Zürich sind nun alle drei großen Schweizer Flughäfen am EES angeschlossen – vor der EU-Frist am 10. April 2026 und nur wenige Monate vor dem erwarteten Start der ETIAS-Reisegenehmigung. Die Schweizer Einführung dient somit als operative Generalprobe für den grenzüberschreitenden digitalen Reiseverkehr im gesamten Schengen-Raum.
Quelle: Biometric Update

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