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Tausende protestieren in Madrid gegen das „zusammengebrochene“ Terminvergabesystem für Einwanderer

Nov. 23, 2025
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Tausende protestieren in Madrid gegen das „zusammengebrochene“ Terminvergabesystem für Einwanderer
Mehr als 2.000 ausländische Bewohner und Unterstützer versammelten sich am Samstag, den 22. November, vor dem spanischen Ministerium für Inklusion, Soziale Sicherheit und Migration, um dringend notwendige Reformen der nach Ansicht der Organisatoren „kaputten“ Einwanderungsbürokratie zu fordern. Die Kundgebung, angeführt vom Einwanderungsanwalt Pau Ventura, zeigte Plakate mit der Aufschrift „Leben auf Eis sind eingefrorene Leben“ sowie persönliche Berichte über monatelange Wartezeiten auf Termine zur Verlängerung von Aufenthaltstiteln, Erstanträgen oder zur Abholung biometrischer TIE-Karten.

Spanien digitalisierte während der Pandemie große Teile seiner Extranjería-Plattform, doch persönliche Termine für Fingerabdrücke und Kartenausgabe sind weiterhin knapp – besonders in Madrid, Barcelona und Valencia. Die Demonstranten berichten, dass die Knappheit verzweifelte Antragsteller dazu zwingt, bis zu 200 Euro auf dem Schwarzmarkt für einen 15-minütigen Termin zu zahlen oder das Risiko einzugehen, nach Ablauf der Genehmigung ohne gültigen Status dazustehen.

Tausende protestieren in Madrid gegen das „zusammengebrochene“ Terminvergabesystem für Einwanderer


Ventura, dessen virale Beiträge in sozialen Medien die Bewegung angetrieben haben, übergab den Ministeriumsvertretern eine Petition mit 58.000 Unterschriften. Das Dokument fordert Notfall-Samstagsöffnungszeiten, ein zentrales nationales Buchungsportal und eine automatische 60-tägige Verlängerung für alle ausstehenden Genehmigungsverlängerungen – ähnlich den Maßnahmen aus der COVID-Zeit.

Für Unternehmen führt die Blockade zu Compliance-Problemen: Mitarbeiter, die keinen Termin bekommen, können ihre Arbeitserlaubnis nicht verlängern oder geschäftlich ins Ausland reisen. Personalverantwortliche berichten von abgesagten Dienstreisen und Gehaltsaussetzungen, wenn Aufenthaltstitel ablaufen. Mehrere Relocation-Firmen raten ihren Kunden, Starttermine zu staffeln oder den „Entrepreneur“-Schnellweg Spaniens zu nutzen, der eine garantierte digitale Bearbeitung über die UGE-Einheit bietet.

Ein Sprecher des Ministeriums räumte Verzögerungen ein, machte jedoch Budgetbeschränkungen und einen pandemiebedingten Anstieg der Anträge um 37 % im Jahresvergleich verantwortlich. Konkrete Maßnahmen wurden am Samstag nicht angekündigt, doch die Verantwortlichen erklärten, sie „prüften Optionen“, um die Personalstärke noch vor Jahresende zu erhöhen. Die Protestführer kündigten an, zurückzukehren, falls innerhalb von 30 Tagen keine Fortschritte erzielt werden.
Quelle: Euro Weekly News

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