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Spanien verkürzt Wartezeit für Arraigo Social auf zwei Jahre und erleichtert so den Weg für undokumentierte Arbeiter

Nov. 22, 2025
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Spanien verkürzt Wartezeit für Arraigo Social auf zwei Jahre und erleichtert so den Weg für undokumentierte Arbeiter
In einem Schritt, der sowohl von Migrantenrechtsorganisationen als auch von Wirtschaftsverbänden begrüßt wird, hat Spanien die Wartezeit für eine seiner meistgenutzten Legalisierungswege um ein ganzes Jahr verkürzt. Die Arraigo Social- und Arraigo Sociolaboral-Visa – humanitäre Aufenthaltsgenehmigungen, die undokumentierte Migranten zu legalen Bewohnern machen – erfordern nun nur noch 24 Monate ununterbrochenen Aufenthalts im Land statt bisher 36 Monate. Die Änderung wurde am 19. November im Amtsblatt veröffentlicht und gilt für alle Anträge, die ab dem 20. November 2025 eingereicht werden.

Die Arraigo-Genehmigungen gewähren eine einjährige kombinierte Arbeits- und Aufenthaltserlaubnis, die jeweils um zwei Jahre verlängert werden kann. Bislang führte die dreijährige Anwesenheitsregel oft dazu, dass gut integrierte Migranten in der Schattenwirtschaft feststeckten, ohne formelle Arbeitsverträge oder Zugang zur Sozialversicherung. Die Verkürzung der Wartezeit um 12 Monate dürfte Zehntausenden Menschen zugutekommen, die vor November 2023 nach Spanien eingereist sind, insbesondere in den Bereichen Gastgewerbe, Landwirtschaft und Altenpflege – Branchen, die unter chronischem Arbeitskräftemangel leiden.

Spanien verkürzt Wartezeit für Arraigo Social auf zwei Jahre und erleichtert so den Weg für undokumentierte Arbeiter


Auch die spanische Wirtschaft profitiert: Personalverantwortliche können unverzichtbare Mitarbeiter schneller legalisieren, was Compliance-Risiken und Fluktuation verringert. Migrationsberater empfehlen HR-Teams, ihre ausländischen Beschäftigten zu überprüfen: Jeder Mitarbeiter, der zwei Jahre ununterbrochenen Aufenthalt plus einen 30-Stunden-Arbeitsvertrag nachweisen kann, könnte bereits qualifiziert sein. Die Bearbeitungszeiten sind jedoch unterschiedlich – von vier Wochen in Valencia bis zu zwei Monaten in Madrid – weshalb Unternehmen ihre Anträge sorgfältig planen sollten.

Strategisch reiht sich die Reform in einen breiteren europäischen Trend zu inklusiveren Arbeitsmigrationspolitiken ein. Italien hat seine „emersione“-Frist Anfang des Jahres verkürzt, und Portugal diskutiert ein ähnliches Gesetz. Politiker in Madrid argumentieren, dass der erleichterte Zugang zum legalen Status Arbeitnehmer in die formelle Wirtschaft lenken, die Steuereinnahmen erhöhen und dem demografischen Wandel des Landes entgegenwirken wird.

Für Migranten lautet die Botschaft klar: Sorgfältige Nachweise über den Aufenthalt sammeln – Mietverträge, Meldebescheinigungen, Stromrechnungen – sowie Belege für soziale Integration wie Sprachkurse oder Gemeinschaftsaktivitäten. Mit der verkürzten Qualifikationszeit kann es entscheidend sein, frühzeitig rechtlichen Rat einzuholen, um nicht ein weiteres Jahr in der Schwebe zu verbringen, sondern schnell eine Aufenthaltserlaubnis zu erhalten.
Quelle: VisaHQ Global Mobility News

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