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Proteste in Madrid: Forderung nach schnelleren Aufenthaltsentscheidungen und fairer Behandlung von Migranten

Nov. 23, 2025
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Proteste in Madrid: Forderung nach schnelleren Aufenthaltsentscheidungen und fairer Behandlung von Migranten
Mehr als 2.000 Menschen versammelten sich am Samstag, den 22. November 2025, auf dem Gehweg vor dem spanischen Ministerium für Inklusion, Soziale Sicherheit und Migration – die größte Demonstration für Einwanderungsreformen in Madrid seit der Pandemie. Organisiert wurde die friedliche Kundgebung vom bekannten Einwanderungsanwalt Pau Ventura, der damit monatelange Frustration über lange Bearbeitungsrückstände, begrenzte Terminvergaben (cita previa) und uneinheitliche Kriterien zum Ausdruck brachte, die ausländischen Bewohnern die Verlängerung von Arbeitserlaubnissen oder die Anmeldung neuer Arbeitsverträge erschweren.

Die spanischen Einwanderungsbehörden kämpfen laut dem jüngsten Transparenzbericht des Ministeriums weiterhin mit einem Rekord von 580.000 unbearbeiteten Anträgen. Viele Teilnehmer berichteten Journalisten, dass sie seit über acht Monaten auf eine einfache Verlängerung warten – weit über die gesetzlich vorgeschriebene Frist von 90 Tagen hinaus – und sich dadurch in einer rechtlichen Grauzone befinden. Auch Arbeitgeber spüren die Auswirkungen: Ohne gültige TIE-Karte können Unternehmen ausländische Arbeitskräfte nicht anmelden, was Projekte verzögert und Firmen rechtlichen Risiken aussetzt.

Proteste in Madrid: Forderung nach schnelleren Aufenthaltsentscheidungen und fairer Behandlung von Migranten


Die Redner forderten drei Sofortmaßnahmen: (1) einen Notfallplan zur Verdopplung des Personals für die Fallbearbeitung, (2) automatische Verlängerungen um 12 Monate für Akten, die älter als 90 Tage sind, und (3) eine landesweite Umstellung auf vollständig digitale Antragsverfahren, um allen Provinzen gleichen Zugang zu ermöglichen. Mehrere Abgeordnete der Regierungskoalition erschienen kurz und signalisierten, dass die Reform der Aufenthaltsregelungen vor den Kommunalwahlen im Frühjahr an politischem Gewicht gewinnt.

Für Manager im Bereich globale Mobilität ist die Protestaktion ein deutliches Warnsignal. Verfahren, die bisher „standardmäßig“ sechs Wochen dauerten, ziehen sich nun auf ein Vierteljahr oder sogar ein halbes Jahr hin, was Umzugsbudgets aufbläht und Starttermine erschwert. Personalabteilungen wird geraten, Zeitpuffer einzuplanen, doppelte Akten anzulegen für den Fall, dass zusätzliche Unterlagen verlangt werden, und die neuen Arraigo- sowie Digitalnomaden-Programme als alternative Wege zum legalen Aufenthaltsstatus zu prüfen.

Ventura beendete die Kundgebung mit der Ankündigung, ein dauerhaftes Observatorium einzurichten, das die Bearbeitungszeiten der Akten überwacht und monatliche Berichte pro Provinz veröffentlicht. Ob die Regierung mit konkreten Reformen reagiert, wird entscheidend dafür sein, ob Spanien auch 2026 und darüber hinaus ein attraktiver Standort für Talente bleibt.
Quelle: Euro Weekly News

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