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Französisch-deutsches Jugendtreffen in Kehl protestiert gegen anhaltende interne Schengen-Kontrollen

Nov. 24, 2025
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Französisch-deutsches Jugendtreffen in Kehl protestiert gegen anhaltende interne Schengen-Kontrollen
Hunderte junge Aktivisten versammelten sich heute Nachmittag am Bahnhof Kehl am Rhein, um gegen die Wiedereinführung von Passkontrollen an der deutsch-französischen Grenze zu protestieren – eine Maßnahme, die Berlin und Paris seit Ende 2024 nahezu durchgehend aufrechterhalten. Organisiert von den Jeunes Européens aus Kehl und Baden-Württemberg, zog die Kundgebung „Don’t Touch My Schengen“ Schüler, Auszubildende und Grenzgänger an, die berichten, dass unvorhersehbare Warteschlangen die eigentlich zehnminütige Fahrt um bis zu 45 Minuten verlängern.

Redner hoben die täglichen Auswirkungen auf binationalen Haushalte und die 7.300 französischen Pendler hervor, die im Ortenaukreis in Deutschland arbeiten. „Das Leben in einer Doppelstadtregion funktioniert nur, wenn Grenzen unsichtbar bleiben“, sagte die 22-jährige Organisatorin Clara Müller. Die Demonstranten trugen Schilder mit der Aufschrift „Kontrollen ≠ Sicherheit“ und verteilten QR-codierte Flugblätter, die die Europäische Kommission auffordern, die Verhältnismäßigkeitsregeln im Schengener Grenzkodex durchzusetzen.

Französisch-deutsches Jugendtreffen in Kehl protestiert gegen anhaltende interne Schengen-Kontrollen


Auch französische KMU auf der anderen Rheinseite äußern ihren Unmut. Ein Biotechnologieunternehmen aus Straßburg berichtete gegenüber Global Mobility News, dass seine deutschen Techniker nun täglich eine zusätzliche Stunde für vormals reibungslose grenzüberschreitende Wartungsrunden einplanen müssen, was die Personalkosten pro Mitarbeiter um etwa 600 Euro im Monat erhöht. Der Regionalrat Grand Est schätzt, dass die Kontrollen das lokale BIP um 0,2 Prozentpunkte gedrückt haben, da der grenzüberschreitende Einzelhandel und Dienstleistungsverkehr leiden.

Pariser Behörden rechtfertigen die Kontrollen mit der „anhaltenden terroristischen Bedrohungslage“ und berufen sich auf Artikel 25 des Schengener Kodex. Kritiker weisen jedoch darauf hin, dass Frankreich die Verlängerungen seit über einem Jahr alle drei Monate erneuert, obwohl die EU-Rechtsprechung temporäre Maßnahmen als Ausnahme sieht.

Die Demonstration in Kehl wird wohl keinen sofortigen Politikwechsel bewirken, rückt aber den wachsenden Druck der Zivilgesellschaft vor dem nächsten Rat für Justiz und Inneres im Dezember in den Fokus, bei dem die Minister die Zukunft der Binnengrenzkontrollen beraten werden. Mobilitätsmanager mit grenzüberschreitenden Mitarbeitenden sollten beobachten, ob Frankreich die Kontrollen am 31. Januar 2026 erneut verlängert, und entsprechende Nachweise über den Status als systemrelevante Beschäftigte bereithalten, um Nachkontrollen zu vermeiden.
Quelle: VisaHQ Global Mobility News

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