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Inhaftierte Asylbewerber starten Hungerstreik gegen das britisch-französische „Eins-raus“-Abschiebesystem

Nov. 27, 2025
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Inhaftierte Asylbewerber starten Hungerstreik gegen das britisch-französische „Eins-raus“-Abschiebesystem
Dreißig Asylsuchende in britischer Abschiebehaft haben einen Hungerstreik begonnen, um gegen ihre geplante Abschiebung nach Frankreich im Rahmen der umstrittenen gegenseitigen Rückführungsvereinbarung der Regierung zu protestieren. Der Protest, der am 26. November bestätigt wurde, erfolgt nur wenige Tage bevor die Gruppe im Rahmen des „One-in, One-out“-Abkommens auf einen Charterflug gesetzt werden soll, das darauf abzielt, illegale Kanalüberquerungen mit kleinen Booten zu verhindern.

Das Anfang dieses Jahres eingeführte Programm sieht vor, dass etwa eine Person nach Frankreich abgeschoben wird, für jede*n Flüchtling, der*die über offizielle Umsiedlungskanäle ins Vereinigte Königreich kommt. Anwälte und NGOs kritisieren die Politik als Verstoß gegen die Genfer Flüchtlingskonvention von 1951, da Asylsuchende in ein Land zurückgeschickt werden, das sie möglicherweise nur kurz durchquert haben, ohne ihnen vollen Zugang zu den britischen Asylverfahren zu gewähren.

Inhaftierte Asylbewerber starten Hungerstreik gegen das britisch-französische „Eins-raus“-Abschiebesystem


Die Hungerstreikenden berichteten der Guardian, sie fühlten sich „entmenschlicht“ und hätten keine klaren Informationen zu ihren Fällen erhalten. Die Organisation Bail for Immigration Detainees (BID) warnt, dass der Zugang zu Rechtsberatung in Abschiebehaftanstalten auf ein Rekordtief gesunken sei, was Bedenken hinsichtlich des rechtlichen Gehörs aufwirft. Das Innenministerium entgegnet, dass in diesem Jahr bereits fast 50.000 Personen ohne Aufenthaltsrecht abgeschoben wurden und betont, dass die Abschiebungen „würdevoll und respektvoll“ durchgeführt würden.

Obwohl die Politik auf irreguläre Migration abzielt und nicht auf Geschäftsreisende, sollten globale Mobilitätsteams die möglichen Auswirkungen auf Reputation und Fürsorgepflicht beachten: Unternehmenssponsoren könnten mit Mitarbeiterprotesten oder negativer Publicity konfrontiert werden, falls Abschiebungen auch auf abgelehnte Angehörige von Fachkräften ausgeweitet werden. Der Vorfall verdeutlicht zudem die härtere Durchsetzungslinie der Regierung, die parallel zu ihrer Digitalisierungsagenda (ETA, eVisa, Vorschläge für ein „earned settlement“) steht und ein konfrontativeres Umfeld für Fachleute im Migrationsbereich signalisiert.

Der Hungerstreik könnte die parlamentarische Prüfung des Border Security, Asylum and Immigration Bill, der kurz vor der königlichen Zustimmung steht, verschärfen – insbesondere die Passagen, die die Haftbefugnisse erweitern und Abschiebungen beschleunigen.
Quelle: The Guardian

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