
In einem wegweisenden Schritt für die Mobilität zwischen China und Russland unterzeichnete Präsident Wladimir Putin am 1. Dezember ein Dekret, das den meisten Inhabern chinesischer Reisepässe eine visumfreie Einreise nach Russland für bis zu 30 Tage erlaubt. Die Befreiung gilt für Touristen, kurzfristige Geschäftsreisende, Akademiker, Künstler und Sportler, schließt jedoch bewusst Wanderarbeiter, Langzeitstudenten und Logistikmitarbeiter aus. Moskau stellte die Maßnahme als strikt reziprok dar: Peking hatte Mitte September ein ähnliches 30-tägiges visumfreies Programm für Inhaber russischer Reisepässe eingeführt.
Der Zeitpunkt ist politisch bedeutsam. Seit Russlands Invasion in der Ukraine 2022 haben westliche Sanktionen die russische Wirtschaft belastet und den Kreml dazu veranlasst, die Handels- und zwischenmenschlichen Beziehungen zu China zu vertiefen. Die Erleichterung des Einreiseverfahrens soll die Ankunft chinesischer Freizeit- und MICE-Reisender (Meetings, Incentives, Konferenzen, Ausstellungen) in Städten wie Wladiwostok, Moskau und St. Petersburg beschleunigen, wo Hotelketten und Reiseveranstalter bereits unter den bestehenden Visaverfahren ein zweistelliges Wachstum bei chinesischen Buchungen verzeichnen.
Mobility-Manager in Unternehmen sollten beachten, dass das Dekret bis zum 14. September 2026 gilt und derzeit keinen Weg zur Arbeitserlaubnis eröffnet. Chinesische Mitarbeiter, die in russischen Werken oder Energieprojekten eingesetzt werden, benötigen weiterhin die üblichen Arbeitserlaubnisse, und chinesische Lkw- und Schifffahrtsunternehmen können ihre Crews noch nicht visumfrei austauschen. Dennoch reduziert der vereinfachte Zugang den Planungsaufwand für Due-Diligence-Reisen, Standortinspektionen und Führungskräftebesuche.
Reiseanbieter reagieren bereits: Aeroflot kündigte an, die Kapazitäten auf den Flügen Shanghai–Moskau zu erhöhen, während Trip.com berichtete, dass die Suchanfragen nach „Russland Wintertouren“ von IP-Adressen aus dem chinesischen Festland innerhalb von zwei Stunden nach dem Dekret um 42 Prozent gestiegen sind. Mobility-Teams sollten die Unternehmensreisepolitik überprüfen, um sicherzustellen, dass Versicherungen, Sanktionskonformität und Exportkontrollprüfungen mit dem erwarteten Anstieg der Reisevolumina Schritt halten.
Für in China ansässige multinationale Unternehmen ist die übergeordnete Botschaft, dass geopolitische Neuordnungen die Visaregelungen rasant verändern. Eine genaue Beobachtung bilateraler Befreiungen – und ihrer Ausnahmen – wird entscheidend sein, um eine reibungslose Mitarbeiter-Mobilität zwischen beiden Ländern zu gewährleisten.
Der Zeitpunkt ist politisch bedeutsam. Seit Russlands Invasion in der Ukraine 2022 haben westliche Sanktionen die russische Wirtschaft belastet und den Kreml dazu veranlasst, die Handels- und zwischenmenschlichen Beziehungen zu China zu vertiefen. Die Erleichterung des Einreiseverfahrens soll die Ankunft chinesischer Freizeit- und MICE-Reisender (Meetings, Incentives, Konferenzen, Ausstellungen) in Städten wie Wladiwostok, Moskau und St. Petersburg beschleunigen, wo Hotelketten und Reiseveranstalter bereits unter den bestehenden Visaverfahren ein zweistelliges Wachstum bei chinesischen Buchungen verzeichnen.
Mobility-Manager in Unternehmen sollten beachten, dass das Dekret bis zum 14. September 2026 gilt und derzeit keinen Weg zur Arbeitserlaubnis eröffnet. Chinesische Mitarbeiter, die in russischen Werken oder Energieprojekten eingesetzt werden, benötigen weiterhin die üblichen Arbeitserlaubnisse, und chinesische Lkw- und Schifffahrtsunternehmen können ihre Crews noch nicht visumfrei austauschen. Dennoch reduziert der vereinfachte Zugang den Planungsaufwand für Due-Diligence-Reisen, Standortinspektionen und Führungskräftebesuche.
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Für in China ansässige multinationale Unternehmen ist die übergeordnete Botschaft, dass geopolitische Neuordnungen die Visaregelungen rasant verändern. Eine genaue Beobachtung bilateraler Befreiungen – und ihrer Ausnahmen – wird entscheidend sein, um eine reibungslose Mitarbeiter-Mobilität zwischen beiden Ländern zu gewährleisten.
Quelle: Reuters
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