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Niederösterreich Führt Vorstoß zur Reduzierung der Familiennachzugsquoten 2025 an

Dez. 8, 2025
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Niederösterreich Führt Vorstoß zur Reduzierung der Familiennachzugsquoten 2025 an
Die Landesregierung Niederösterreichs bestätigte am 7. Dezember, dass sie das Innenministerium offiziell gebeten hat, die Zahl der „Niederlassungsbewilligung“-Kontingentplätze für die Provinz im Jahr 2025 von 348 auf 273 zu reduzieren. Dieser Antrag entspricht einer ähnlichen Forderung der Steiermark und wurde im Entwurf der Bundesverordnung, der derzeit öffentlich zur Stellungnahme liegt, bereits berücksichtigt. Das Kontingent betrifft hauptsächlich Familienangehörige ausländischer Arbeitskräfte, begrenzt aber auch den begehrten Aufenthaltsweg für wohlhabende Rentner und digitale Nomaden, die ausreichende finanzielle Mittel nachweisen können.

Würde die Verordnung in Kraft treten, würde das nationale Kontingent für Familiennachzug und Aufenthalte auf Basis privater Mittel von 5.846 im Vorjahr auf 5.616 sinken. Innenministeriumssprecher begründen die Kürzung mit rückläufigen Antragszahlen seit Inkrafttreten eines bundesweiten Moratoriums für Familiennachzug anerkannter Flüchtlinge im Juli. Kritiker der rechtspopulistischen FPÖ fordern hingegen eine „Null-Quote“ und sehen die Reduktion als unzureichend an, während Rechtsexperten warnen, dass ein vollständiges Einfrieren gegen Österreichs Objektivitätsgebot und EU-Freizügigkeitsregeln verstoßen würde.

Niederösterreich Führt Vorstoß zur Reduzierung der Familiennachzugsquoten 2025 an


Für Personalabteilungen bedeutet die Kürzung vor allem einen administrativen Mehraufwand: Weniger Kontingentplätze erhöhen das Risiko, dass hochqualifizierte Mitarbeiter ihre Familienvisa nicht rechtzeitig für Schulanfang oder Jahresendentsendungen erhalten. Migrationsberater berichten, dass Wien und Graz für Termine 2025 bereits ausgebucht sind, weshalb die Kontingente der Bundesländer wie Niederösterreich für Unternehmen mit Standorten dort eine wichtige Rückfalloption darstellen.

Der Verordnungsentwurf ist noch bis zum 16. Dezember zur Stellungnahme offen. Fachleute im Bereich Mobilität werden empfohlen, unterstützende Stellungnahmen einzureichen und gegebenenfalls Angehörige über alternative Wege wie die Rot-Weiß-Rot-Karte Plus anzumelden, die nicht kontingentiert ist, aber höhere Einkommens- und Integrationsanforderungen stellt.

Da die Bundesregierung plant, die Zahlen für 2025 in das Jahr 2026 zu übernehmen, bis eine umfassendere Kontingentreform erfolgt, werden die jetzt vereinbarten Quoten die Familienmigration aus Nicht-EU-Staaten für die nächsten 18 Monate maßgeblich bestimmen.
Quelle: The International (Austria)

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