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Britisches Oberstes Gericht stoppt Zwangsräumungen von neu anerkannten Flüchtlingen zur Weihnachtszeit

Dez. 19, 2025
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Britisches Oberstes Gericht stoppt Zwangsräumungen von neu anerkannten Flüchtlingen zur Weihnachtszeit
Ein Eilantrag des Obersten Gerichts am 18. Dezember hat das Innenministerium dazu gezwungen, die 56-tägige „Move-on“-Frist für Personen, denen gerade der Flüchtlingsstatus zuerkannt wurde, wieder einzuführen. Das Urteil, erstritten von der Kanzlei Deighton Pierce Glynn in einem Eilverfahren, verhindert, dass schätzungsweise 3.000 Männer, Frauen und Kinder während der Weihnachtszeit mit nur 28 Tagen Kündigungsfrist aus staatlichen Asylunterkünften geworfen werden.

Der Druck hatte sich seit August aufgebaut, als Minister stillschweigend die Frist von 56 auf 28 Tage verkürzten, obwohl Belege zeigten, dass die längere Pilotphase, die 2024 eingeführt wurde, die Obdachlosigkeit unter Flüchtlingen deutlich reduzierte. Über 60 NGOs, darunter das Britische Rote Kreuz, warnten davor, dass Tausende in der tiefsten Winterzeit obdachlos werden könnten.

Britisches Oberstes Gericht stoppt Zwangsräumungen von neu anerkannten Flüchtlingen zur Weihnachtszeit


Laut Gerichtsbeschluss müssen Sachbearbeiter die Kündigungsfrist auf 56 Tage verlängern, wenn „unmittelbare Obdachlosigkeit auf der Straße“ droht. Aktivisten betonen, dass dies Flüchtlingen entscheidend mehr Zeit verschafft, um sich bei den Behörden anzumelden, Bankkonten zu eröffnen und Arbeit oder Sozialleistungen zu sichern – Schritte, die innerhalb von vier Wochen, besonders während der Weihnachtsferien, oft unmöglich sind.

Praktisch gewinnen Arbeitgeber und Kommunen, die auf die Arbeitskraft neu anerkannter Flüchtlinge angewiesen sind, einen zusätzlichen Monat, um die Integration zu unterstützen und den plötzlichen Verlust der Unterkunft zu vermeiden, der Jobangebote gefährden kann. Das Urteil gilt jedoch nicht für die Hunderte, die seit August bereits zwangsweise aus ihren Unterkünften entfernt wurden, weshalb Wohltätigkeitsorganisationen nun dringend Schlafplätze für Obdachlose suchen.

Migrationsanwälte sehen in dem Fall eine Warnung an das Innenministerium, dass Sparmaßnahmen, die Obdachlosigkeit riskieren, juristischer Prüfung nicht standhalten. Auch Wirtschaftsverbände betonen, dass die Verhinderung von Obdachlosigkeit die Kommunen entlastet und negative Schlagzeilen vermeidet, die das Ansehen Großbritanniens als Ziel für humanitäre Migranten und die Arbeitgeber, die deren Fachkräfte benötigen, schädigen könnten.
Quelle: The Guardian

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