Finnland startet vollständig digitalen Einbürgerungsprozess und verschärft die Zulassungsvoraussetzungen
Das Ein- und Ausreisesystem der EU sorgt für Warteschlangen am Flughafen Helsinki-Vantaa
Aufenthaltsdauer für Daueraufenthalt in Finnland auf sechs Jahre verlängert und Sprachtest eingeführt
Neueste Nachrichten
Finnland plant strengere Nachweise zum Lebensunterhalt und Sprachtests für Nicht-EU-Studierende
Ein Regierungsentwurf sieht vor, die finanzielle Nachweispflicht für Studierende aus Nicht-EU-Ländern auf 850 Euro pro Monat anzuheben, die Familienzusammenführung zu verzögern und bei der Verlängerung der Aufenthaltserlaubnis einen grundlegenden Sprachtest einzuführen. Sollten die Änderungen 2026 in Kraft treten, würden sie die Kosten für studienbezogene Mobilitätsprogramme erhöhen und könnten die Zahl internationaler Studierender verringern.
Reform der Arbeitsvermittlung verlagert Last auf Kommunen und verschärft Regeln für Migrantenarbeiter
Ab Januar 2026 werden die Aufgaben der Arbeitsämter auf die Gemeinden übertragen, Leistungskürzungen treten schneller in Kraft, und Teilzeit-Migrant*innen müssen als „geeignet“ eingestufte Vollzeitstellen annehmen. Die Dezentralisierung führt zu administrativen Herausforderungen für Arbeitgeber, die Mitarbeitende innerhalb Finnlands versetzen, und erhöht die Compliance-Risiken für ausländische Fachkräfte.
Finnland stellt auf vollständig digitale Staatsbürgerschaftsanträge um und verschärft die Zulassungsvoraussetzungen
Das überarbeitete Staatsbürgerschaftsgesetz Finnlands trat am 17. Dezember in Kraft. Die Online-Antragstellung ist nun verpflichtend, und die Aufenthaltsdauer wurde auf sechs Jahre verlängert. Höhere Einkommens- und Sprachanforderungen bedeuten, dass Arbeitgeber ihre Strategien zur Mitarbeiterbindung anpassen und Entsandte bei dem vollständig digitalen Verfahren unterstützen müssen.
Biometrische Engpässe: EU-Ein- und Ausreisesystem sorgt für Warteschlangen am Flughafen Helsinki
ACI Europe warnt, dass das EU-Ein- und Ausreisesystem die Grenzkontrollen am Flughafen Helsinki-Vantaa um bis zu 55 Minuten verlängert. Finavia empfiehlt Nicht-EU-Passagieren, drei Stunden vor Abflug anzureisen, und richtet vor dem Ansturm der Lappland-Charter zusätzliche biometrische Kontrollbereiche ein. Geschäftsreisende sollten längere Umsteigezeiten einplanen und ihr britisches Personal über die einmalige biometrische Registrierung informieren.
Daueraufenthalt in Finnland jetzt mit sechs Jahren und A2-Sprachniveau erforderlich
Ab dem 17. Dezember müssen Antragsteller für die unbefristete Aufenthaltserlaubnis P-EU in Finnland sechs Jahre legalen Aufenthalt und ein Sprachzertifikat auf A2-Niveau vorweisen. Die Änderung zwingt Unternehmen dazu, Einsatzzeiten zu verlängern, in Sprachkurse zu investieren und Mitarbeiter, die bereits die bisherige Vier-Jahres-Frist erfüllt haben, bevorzugt zu behandeln.
Regierung plant stärkeren Schutz vor Lebenshaltungskostensteigerungen und Sprachtest für Nicht-EU-Studierende
Ein Gesetzentwurf sieht vor, die monatliche Lebenshaltungskostenanforderung für Nicht-EU-Studierende auf 850 € anzuheben, die Familienzusammenführung zu verzögern und einen verpflichtenden Sprachtest auf A1-Niveau einzuführen. Unternehmen, die auf Hochschulabsolventen angewiesen sind, müssen möglicherweise ihre Finanzierungsmodelle und Einarbeitungspläne vor dem geplanten Starttermin am 1. August 2026 anpassen.
Reform des Arbeitsuchenden-Service verlagert Last auf Kommunen und verschärft Regeln für ausländische Fachkräfte
Ab dem 1. Januar 2026 tritt eine Gesetzesänderung in Kraft, die die Arbeitsvermittlung in Finnland dezentralisiert, schnellere Leistungskürzungen bei versäumten Terminen vorsieht und Teilzeit-Migrant*innen zwingt, Vollzeitstellen anzunehmen. Mobilitätsmanager müssen künftig mit mehreren Gemeinden zusammenarbeiten und ausländische Beschäftigte über die strengeren Fristen zur Einhaltung der Vorschriften informieren.