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Das Ein- und Ausreisesystem der EU sorgt für Warteschlangen am Flughafen Helsinki-Vantaa

Dez. 23, 2025
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Das Ein- und Ausreisesystem der EU sorgt für Warteschlangen am Flughafen Helsinki-Vantaa
Der erste Weihnachtstravelansturm seit der Einführung des EU-Einreise-/Ausreisesystems (EES) in Finnland zeigt deutliche Kinderkrankheiten. Laut einer am 21. Dezember veröffentlichten Momentaufnahme des Airports Council International Europe ist die Grenzkontrolle für visumfreie Drittstaatsangehörige am Flughafen Helsinki-Vantaa inzwischen bis zu 70 Prozent langsamer als im Vorjahr. Am 18. Dezember wurden Spitzenwartezeiten von 55 Minuten für Passagiere aus Großbritannien und den USA verzeichnet, die zunächst Fingerabdrücke und ein Gesichtsscan an biometrischen Kiosken erfassen mussten, bevor sie zur manuellen Kontrolle gelangten.

Das Hauptproblem ist die Kapazität. Der Flughafen hat zwar 36 Kioske installiert, doch Softwarefehler und ein Mangel an geschultem Grenzpersonal führen dazu, dass während der Stoßzeiten bis zu einem Drittel der Geräte außer Betrieb sind. Das verursacht lange Warteschlangen, die sich bis in die Abflughalle ziehen. Finavia, der Betreiber des Flughafens, hat daher zusätzliche „biometrische Zonen“ eingerichtet und einige abfliegende Passagiere über ungenutzte Ankunftstore umgeleitet. Fluggesellschaften raten Reisenden, mindestens drei Stunden vor Abflug am Flughafen zu sein.

Das Ein- und Ausreisesystem der EU sorgt für Warteschlangen am Flughafen Helsinki-Vantaa


Nach EES müssen alle Erstbesucher aus Nicht-EU-/Schengen-Staaten eine biometrische Registrierung durchlaufen. Die Daten sind drei Jahre gültig, danach können automatisierte e-Gates genutzt werden. Die Behörden rechnen damit, dass der Anteil der Passagiere, die sich erstmals registrieren müssen, von derzeit 10 Prozent auf etwa 35 Prozent am 9. Januar ansteigt, wenn die Charterflüge nach Lappland ihren Höhepunkt erreichen – was das Risiko von Staus weiter erhöht.

Firmenreisemanager verlängern bereits die Umsteigezeiten, verteilen Schritt-für-Schritt-Anleitungen für die Kioske und prüfen Concierge-Dienste für VIPs. Technologieanbieter arbeiten mit Hochdruck daran, Vorregistrierungsfunktionen in mobile Apps zu integrieren, damit Reisende ihre biometrischen Daten vorab hochladen können. Die Europäische Kommission prüft zudem vorübergehende Ausnahmeregelungen, falls die Engpässe bis Ostern 2026 anhalten.

Für die jährlich rund 2 Millionen Nicht-EU-Besucher, die Helsinki als Transit nutzen – viele davon auf Verbindungen zwischen Asien und Nordamerika – lautet die Botschaft klar: Planen Sie längere Zwischenstopps ein, führen Sie ausgedruckte Nachweise für Anschlussflüge mit, falls Verbindungen verpasst werden, und verfolgen Sie die Finavia-Meldungen in Echtzeit.
Quelle: VisaHQ – Global Mobility News

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