Finnlands neues Staatsbürgerschaftsgesetz tritt in Kraft: Vollständig digitaler Ablauf und strengere Anforderungen
Daueraufenthalt in Finnland jetzt mit sechs Jahren Aufenthalt und Sprachtest verbunden
Reform des Arbeitsuchenden-Service im Parlament verabschiedet: Verpflichtungen für ausländische Fachkräfte ab Januar 2026 neu geregelt
Neueste Nachrichten
Finnland Verweigert „Zweite“ Vorübergehende Schutzgenehmigungen für Personen, die bereits anderswo in der EU Schutz erhalten haben
Finnland lehnt nun Anträge auf vorübergehenden Schutz von Personen ab, die bereits in einem anderen EU-Land diesen Status besitzen, und folgt damit den Vorgaben der Richtlinie. Arbeitgeber müssen Entsandte stattdessen auf arbeitnehmerbezogene Genehmigungen oder die Blaue EU-Karte verweisen.
Regierung schlägt höhere finanzielle Anforderungen und Sprachtests für Nicht-EU-Studierende vor
Ein Gesetzentwurf sieht vor, den monatlich nachzuweisenden Finanzierungsbetrag für Studierende auf 850 Euro anzuheben, die Familienzusammenführung zu verzögern und eine Sprachprüfung im ersten Studienjahr einzuführen. Universitäten und Arbeitgeber müssen sich auf höhere Vorauszahlungen und mögliche Risiken bei der Visaverlängerung einstellen.
EU-Ein- und Ausreisesystem verursacht stundenlange Warteschlangen – Flughafen Helsinki bereitet sich auf Ansturm nach den Feiertagen vor
Der Flughafenverband ACI berichtet, dass das neue biometrische Ein- und Ausreisesystem im Schengen-Raum bereits Wartezeiten von bis zu drei Stunden verursacht; am 18. Dezember mussten Reisende am Flughafen Helsinki-Vantaa fast eine Stunde warten. Finnland stellt zusätzliches Personal ein und warnt Reisende, während Unternehmen empfehlen, großzügige Zeitpuffer in ihre Reisepläne einzubauen.
Strengere Sozialhilferegeln könnten ab Februar 2026 Migranten betreffen
Finnland verschärft ab dem 1. Februar 2026 die Anspruchsvoraussetzungen für Sozialhilfe: Antragsteller müssen künftig aktiv Arbeit suchen, und ein wichtiger Einkommensabzug entfällt. Besonders betroffen sind neu zugewanderte Geringverdiener.
Finnlands neues Staatsbürgerschaftsgesetz tritt in Kraft: 100 % digitale Anträge, strengere Kriterien
Das überarbeitete Staatsbürgerschaftsgesetz Finnlands, das ab dem 17. Dezember 2025 in Kraft tritt, schreibt ausschließlich Online-Anträge vor und verschärft die Anforderungen an Wohnsitz, Einkommen und ein einwandfreies Führungszeugnis. Migri rechnet mit schnelleren Bearbeitungszeiten, doch Unternehmen müssen ihre Mitarbeitenden auf strengere wirtschaftliche und strafrechtliche Prüfungen vorbereiten. Die Reform modernisiert die Abläufe, erhöht jedoch die Hürden für langfristige ausländische Fachkräfte, die einen finnischen Pass erhalten möchten.
Daueraufenthalt in Finnland jetzt mit sechs Jahren und Sprachkenntnissen erforderlich
Ab dem 17. Dezember 2025 müssen Ausländer sechs ununterbrochene Jahre in Finnland leben und einen Grundtest in Finnisch oder Schwedisch bestehen, um eine dauerhafte Aufenthaltsgenehmigung zu erhalten. Studienjahre werden nicht mehr automatisch angerechnet, was die Bindungsstrategien der Arbeitgeber verändert und die sprachlichen Anforderungen für Migranten erhöht.
Reform des Arbeitsuchenden-Services im Parlament verabschiedet: Neue Regeln für ausländische Fachkräfte ab 1. Januar 2026
Die Reform des TYKE-Beschäftigungsdienstes in Finnland, die ab dem 1. Januar 2026 in Kraft tritt, verlängert die Frist für Erstgespräche, verschärft jedoch die Sanktionen bei Leistungsbezug und verpflichtet Teilzeit-Ausländer, Vollzeitstellen anzunehmen. Durch die Umstellung auf kommunale Dienstleistungserbringung müssen mobile Expatriates sich schnell neu anmelden, was die Unterstützung bei der Einhaltung der Vorschriften zu einer neuen Priorität im Personalwesen macht.
Finnische Regierung plant höhere finanzielle Anforderungen und Sprachtests für Nicht-EU-Studierende
Finnland will die monatliche Einkommensgrenze auf 850 Euro anheben, die Familienzusammenführung um ein Jahr verschieben und für Nicht-EU-Studierende einen Sprachtest einführen – so sieht ein am 18. Dezember 2025 vorgestellter Gesetzesentwurf vor. Die Regierung begründet die Maßnahmen mit dem Kampf gegen Ausbeutung und der Sicherstellung realistischer Budgetplanung, während Universitäten vor möglichen Rückgängen bei den Einschreibungen warnen.
Finnland klärt Regel zur vorübergehenden Schutzgewährung: Kein „zweiter Aufenthaltstitel“ für Inhaber aus anderen EU-Staaten
Finnland wird Anträge auf vorübergehenden Schutz von Personen ablehnen, die diesen Status bereits in einem anderen EU-Land besitzen, teilten Beamte des Innenministeriums am 18. Dezember 2025 mit. Dieser Schritt entspricht den EU-Vorschriften, soll „Permit Shopping“ eindämmen und bedeutet, dass Arbeitgeber bei der Verlegung von geflüchteten Fachkräften nach Finnland reguläre Arbeitsvisa organisieren müssen.