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Biometrische Engpässe: EU-Ein- und Ausreisesystem sorgt für Warteschlangen am Flughafen Helsinki

Dez. 22, 2025
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Biometrische Engpässe: EU-Ein- und Ausreisesystem sorgt für Warteschlangen am Flughafen Helsinki
Finnlands erste Weihnachtreisewelle seit Einführung des EU-Einreise-/Ausreisesystems (EES) sorgt bei Nicht-EU-Reisenden für erhebliche Probleme. Ein neuer Bericht des Airports Council International (ACI) Europe zeigt, dass das seit Oktober am Flughafen Helsinki-Vantaa eingesetzte System die Grenzkontrollzeiten um bis zu 70 Prozent verlängern kann. Am 18. Dezember wurden Spitzenwartezeiten von 55 Minuten für britische und US-amerikanische Staatsangehörige verzeichnet, die vor der manuellen Passkontrolle an biometrischen Erfassungskiosken anhalten mussten.

Im Rahmen des EES müssen alle visumfreien Drittstaatsangehörigen bei der ersten Einreise vier Fingerabdrücke und ein Gesichtsscan registrieren; die Daten sind drei Jahre gültig. Der Flughafen Helsinki verfügt derzeit über 36 Kioske, doch Softwareprobleme und ein Mangel an geschultem Grenzpersonal zwangen die Behörden dazu, bis zu einem Drittel der Geräte zu Stoßzeiten außer Betrieb zu nehmen, was zu langen Warteschlangen führte, die sich bis in die Haupthalle der Abflüge erstreckten.

Biometrische Engpässe: EU-Ein- und Ausreisesystem sorgt für Warteschlangen am Flughafen Helsinki


Der Flughafenbetreiber Finavia hat daher zusätzliche „biometrische Zonen“ eingerichtet, abfliegende Passagiere über ungenutzte Ankunftstore umgeleitet und die Fluggesellschaften angewiesen, ihre Kunden zu einer Anreise drei Stunden vor Abflug zu ermutigen. Die Anzahl der Registrierungen wird voraussichtlich von derzeit 10 Prozent des täglichen Passagieraufkommens auf etwa 35 Prozent am 9. Januar steigen, wenn die Charterflüge nach Lappland für die Hochsaison im Wintersport beginnen. Der ACI hat die Europäische Kommission aufgefordert, vorübergehende Ausnahmeregelungen zu prüfen, falls die Engpässe bis Ostern 2026 nicht behoben sind.

Für Firmenreisemanager sind die operativen Herausforderungen unmittelbar spürbar. Unternehmen, die Mitarbeiter über Helsinki schicken, verlängern die Umsteigezeiten, stellen detaillierte Anleitungen für die Kiosknutzung bereit und prüfen Premium-Concierge-Dienste für VIPs. Besonders betroffen sind Organisationen mit vielen britischen Mitarbeitern, die nun als Drittstaatsangehörige gelten. Reise-Technologieunternehmen arbeiten derweil mit Hochdruck daran, EES-Voranmeldungen in mobile Apps zu integrieren, um die biometrische Erfassung bereits vor der Ankunft teilweise abzuschließen.
Quelle: VisaHQ Global Mobility News

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