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Australien widerruft britischem Besucher das Visum wegen Hassposts mit Nazi-Symbolen

Dez. 25, 2025
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Australien widerruft britischem Besucher das Visum wegen Hassposts mit Nazi-Symbolen
Die Regierung Albanese hat erneut ihre weitreichenden Befugnisse zur sofortigen Visastreichung demonstriert: Ein 43-jähriger Brite wurde weniger als 24 Stunden nach seiner Anklage durch die Polizei von Queensland wegen öffentlicher Zurschaustellung eines verbotenen Nazi-Symbols und Aufstachelung zu Gewalt gegen die jüdische Gemeinschaft auf der Social-Media-Plattform X seines Besuchervisums beraubt.

Laut der australischen Bundespolizei nutzte der Mann zwischen Oktober und November zwei Accounts, um Hakenkreuze und Lobpreisungen extremistischer Ideologien zu posten. Er wurde am 8. Dezember festgenommen und diese Woche formell nach den neuen Strafrechtsbestimmungen von Queensland angeklagt, die das Zeigen von Nazi-Symbolen verbieten. Innenminister Tony Burke unterzeichnete am Heiligabend eine Verfügung gemäß §116 des Migrationsgesetzes, in der die Anwesenheit des Besuchers als „gegen das öffentliche Interesse“ eingestuft wurde. Dadurch wurde der Mann sofort aus der Polizeigewahrsam in die Einwanderungshaft überführt, bis seine Abschiebung erfolgt.

Australien widerruft britischem Besucher das Visum wegen Hassposts mit Nazi-Symbolen


Die Visastreichung ist der erste Test der verschärften ministeriellen Richtlinien, die nach dem Hanukkah-Amoklauf am Bondi Beach am 14. Dezember erlassen wurden. Bei dem Anschlag starben 15 Menschen, was landesweit Forderungen nach einem härteren Vorgehen gegen antisemitische Hassrede auslöste. Burke erklärte im ABC-Radio, die Regierung werde „nicht zögern“, Nicht-Staatsbürger, die Gewalt fördern, auszuweisen. Zudem plant er für 2026 eine Gesetzesänderung, die die Beweisanforderungen senkt, sodass bereits „Aufstachelung“ als ausreichender Ausschlussgrund gilt.

Migrationsanwälte betonen, dass der Fall die weitreichende ministerielle Ermessensfreiheit verdeutlicht: Besucher haben kein Recht auf eine Überprüfung der Entscheidung, wenn ein Visum aus Gründen der Charakterbewertung oder des öffentlichen Interesses während einer Strafverfolgung widerrufen wird. Arbeitgeber, die kurzfristige Entsendungen betreuen, wurden angewiesen, ihre Social-Media-Richtlinien und Vorab-Informationen angesichts der verschärften Haltung zu aktualisieren.

Für Mobility-Manager ist die Botschaft klar: Nicht-ansässige Mitarbeiter, die sich online hasserfüllt äußern, riskieren nicht nur strafrechtliche Verfolgung, sondern auch den sofortigen Verlust ihrer Arbeitsrechte und eine erzwungene Ausreise – mit kaum Aussicht auf Wiedereinreise für mindestens drei Jahre. Multinationale Unternehmen sollten in ihren Onboarding-Materialien über die Feiertage an Australiens Gesetze zu Hasssymbolen erinnern.
Quelle: Reuters

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