
Der französische Präsident Emmanuel Macron übte am 24. Dezember scharfe Kritik an Washington, nachdem die USA Einreiseverbote gegen den ehemaligen EU-Kommissar Thierry Breton und vier weitere in Frankreich ansässige Experten verhängt hatten, die an der Ausarbeitung des wegweisenden EU-Codes gegen Desinformation beteiligt waren. Macron schrieb auf X (ehemals Twitter), dieser Schritt sei eine „Einschüchterung und Erpressung“ und versprach, dass Frankreich und die gesamte Europäische Union nicht zulassen würden, dass eine fremde Macht bestimmt, wer Europas digitale Regeln mitgestalten darf.
Das US-Außenministerium berief sich auf Abschnitt 7031(c) des Foreign Assistance Act, der normalerweise bei Korruptions- und Menschenrechtsfällen Anwendung findet, um Breton und seine Kollegen die Einreise zu verweigern. Dieser beispiellose Schritt wird als Vergeltung für das Digital Services Act der EU gewertet, das große Social-Media-Plattformen verpflichtet, Falschinformationen zu kontrollieren und bei Verstößen mit hohen Geldstrafen belegt. Paris sieht das Einreiseverbot als direkten Angriff auf die regulatorische Autonomie der EU und die französische Führungsrolle in der Technologiepolitik des Blocks.
Breton, eine einflussreiche Persönlichkeit der französischen Politik und ehemaliger CEO des Technologiekonzerns Atos, war bereits häufig Ziel von Kritik aus der US-Tech-Lobby. Die Visa-Verbote verhindern, dass er und die anderen Experten zu Geschäftstreffen, Konferenzen oder Vorstandssitzungen in die USA reisen können – ein erhebliches Hindernis für französische Multis, die auf transatlantische Reisen zur Koordination digitaler Compliance-Projekte angewiesen sind.
Praktisch gesehen müssen betroffene Unternehmen nun Reisepläne, Lösungen für Remote-Arbeit und mögliche Ausnahmen vom Visumzwang für amerikanische Tochtergesellschaften neu bewerten. Mobility-Manager sollten alle US-Reisepläne der fünf Personen prüfen und in Erwägung ziehen, Treffen an neutrale Orte wie Dublin oder Paris zu verlegen. Der Vorfall verdeutlicht, wie geopolitische Spannungen plötzlich hochqualifizierte Reisende einschränken und dadurch Auswirkungen auf Unternehmens-Compliance und grenzüberschreitende Projekte haben können.
Diplomatisch hat Paris eine Erklärung von Washington gefordert und mit Gegenschritten gedroht, falls die Verbote nicht aufgehoben werden. EU-Beamte werden das Thema voraussichtlich beim nächsten Treffen des Trade and Technology Council im Februar 2026 ansprechen.
Das US-Außenministerium berief sich auf Abschnitt 7031(c) des Foreign Assistance Act, der normalerweise bei Korruptions- und Menschenrechtsfällen Anwendung findet, um Breton und seine Kollegen die Einreise zu verweigern. Dieser beispiellose Schritt wird als Vergeltung für das Digital Services Act der EU gewertet, das große Social-Media-Plattformen verpflichtet, Falschinformationen zu kontrollieren und bei Verstößen mit hohen Geldstrafen belegt. Paris sieht das Einreiseverbot als direkten Angriff auf die regulatorische Autonomie der EU und die französische Führungsrolle in der Technologiepolitik des Blocks.
Breton, eine einflussreiche Persönlichkeit der französischen Politik und ehemaliger CEO des Technologiekonzerns Atos, war bereits häufig Ziel von Kritik aus der US-Tech-Lobby. Die Visa-Verbote verhindern, dass er und die anderen Experten zu Geschäftstreffen, Konferenzen oder Vorstandssitzungen in die USA reisen können – ein erhebliches Hindernis für französische Multis, die auf transatlantische Reisen zur Koordination digitaler Compliance-Projekte angewiesen sind.
Praktisch gesehen müssen betroffene Unternehmen nun Reisepläne, Lösungen für Remote-Arbeit und mögliche Ausnahmen vom Visumzwang für amerikanische Tochtergesellschaften neu bewerten. Mobility-Manager sollten alle US-Reisepläne der fünf Personen prüfen und in Erwägung ziehen, Treffen an neutrale Orte wie Dublin oder Paris zu verlegen. Der Vorfall verdeutlicht, wie geopolitische Spannungen plötzlich hochqualifizierte Reisende einschränken und dadurch Auswirkungen auf Unternehmens-Compliance und grenzüberschreitende Projekte haben können.
Diplomatisch hat Paris eine Erklärung von Washington gefordert und mit Gegenschritten gedroht, falls die Verbote nicht aufgehoben werden. EU-Beamte werden das Thema voraussichtlich beim nächsten Treffen des Trade and Technology Council im Februar 2026 ansprechen.
Quelle: Reuters