
Aktuelle Zahlen des Innenministeriums bestätigen, dass die Zahl der außergewöhnlichen Aufenthaltserlaubnisse (admission exceptionnelle au séjour – AES) von 19.001 in den ersten neun Monaten 2024 auf nur noch 11.012 im gleichen Zeitraum 2025 eingebrochen ist – ein Rückgang um 42 %. Dieser Einbruch folgt auf die „Retailleau-Rundverfügung“, eine im Januar 2025 von Innenminister Bruno Retailleau erlassene Direktive, die die zuvor großzügigeren Valls-Richtlinien von 2012 ersetzte.
Nach den neuen Regeln müssen undokumentierte Ausländer mindestens sieben Jahre ununterbrochen in Frankreich gelebt haben, zertifizierte Nachweise über Französischkenntnisse vorlegen und ein einwandfreies Führungszeugnis vorweisen. Die Präfekten wurden zudem angewiesen, bei Ablehnung eines AES-Antrags automatisch eine Ausreisepflicht (OQTF) zu verhängen. In der Praxis berichten Anwälte und NGO-Berater, dass die Sieben-Jahres-Regel viele potenzielle Antragsteller ausschließt, während überlastete Präfekturen routinemäßige Termine in monatelange Hürden verwandeln.
Obwohl das Parlament Ende 2024 eine separate beschleunigte Arbeitserlaubnis für Engpassberufe in „gefragten“ Sektoren eingeführt hat, wurden bis Oktober 2025 nur 702 Genehmigungen erteilt, da die Präfekten vor Ort frei entscheiden, welche Branchen als förderungswürdig gelten. Die Reinigungsbranche, die in Paris und Lyon viele irreguläre Migranten beschäftigt, wurde dabei bewusst ausgeschlossen.
Für Arbeitgeber erhöht der starke Rückgang der Regularisierungen das Risiko von Verstößen: Mitarbeiter, die ihre AES-Möglichkeit verlieren, geraten über Nacht in den undokumentierten Status, was Unternehmen bei Weiterbeschäftigung mit Bußgeldern bedroht. Migrationsrechtliche Berater empfehlen Personalabteilungen daher, sich auf teurere und langwierigere Lösungen wie den Talentpass oder die EU-Blaue Karte für zuvor regulär beschäftigte Arbeitnehmer einzustellen.
Interessengruppen warnen, dass die Politik mehr Migranten in die Schattenwirtschaft drängen wird – gerade jetzt, wo Paris sich auf den Schutz der Arbeitsrechte im Vorfeld der Olympischen Spiele 2026 vorbereitet. Das Innenministerium entgegnet, die Direktive setze lediglich geltendes Recht durch und „stellt die Glaubwürdigkeit der französischen Migrationspolitik wieder her“.
Nach den neuen Regeln müssen undokumentierte Ausländer mindestens sieben Jahre ununterbrochen in Frankreich gelebt haben, zertifizierte Nachweise über Französischkenntnisse vorlegen und ein einwandfreies Führungszeugnis vorweisen. Die Präfekten wurden zudem angewiesen, bei Ablehnung eines AES-Antrags automatisch eine Ausreisepflicht (OQTF) zu verhängen. In der Praxis berichten Anwälte und NGO-Berater, dass die Sieben-Jahres-Regel viele potenzielle Antragsteller ausschließt, während überlastete Präfekturen routinemäßige Termine in monatelange Hürden verwandeln.
Obwohl das Parlament Ende 2024 eine separate beschleunigte Arbeitserlaubnis für Engpassberufe in „gefragten“ Sektoren eingeführt hat, wurden bis Oktober 2025 nur 702 Genehmigungen erteilt, da die Präfekten vor Ort frei entscheiden, welche Branchen als förderungswürdig gelten. Die Reinigungsbranche, die in Paris und Lyon viele irreguläre Migranten beschäftigt, wurde dabei bewusst ausgeschlossen.
Für Arbeitgeber erhöht der starke Rückgang der Regularisierungen das Risiko von Verstößen: Mitarbeiter, die ihre AES-Möglichkeit verlieren, geraten über Nacht in den undokumentierten Status, was Unternehmen bei Weiterbeschäftigung mit Bußgeldern bedroht. Migrationsrechtliche Berater empfehlen Personalabteilungen daher, sich auf teurere und langwierigere Lösungen wie den Talentpass oder die EU-Blaue Karte für zuvor regulär beschäftigte Arbeitnehmer einzustellen.
Interessengruppen warnen, dass die Politik mehr Migranten in die Schattenwirtschaft drängen wird – gerade jetzt, wo Paris sich auf den Schutz der Arbeitsrechte im Vorfeld der Olympischen Spiele 2026 vorbereitet. Das Innenministerium entgegnet, die Direktive setze lediglich geltendes Recht durch und „stellt die Glaubwürdigkeit der französischen Migrationspolitik wieder her“.
Quelle: Le Monde / AFP