
Die Vereinigten Staaten haben bestätigt, dass ab 2026 alle Antragsteller für Nichteinwanderungsvisa ihren Antrag im Land ihrer Staatsangehörigkeit oder ihres langfristigen Wohnsitzes stellen müssen – eine Maßnahme, die im umfassenden „One Big Beautiful Act“ als „Home Country Rule“ bezeichnet wird. Für Brasilianer bedeutet dies das Ende des beliebten Umwegs, Anträge bei Konsulaten in Drittstaaten wie Buenos Aires oder Santiago einzureichen, wo die Wartezeiten für Interviews oft Wochen statt Monate betrugen.
Geschäftsreisende aus Brasilien sehen sich bereits jetzt mit durchschnittlichen Wartezeiten von 250 Tagen für ein B-1/B-2-Interview in São Paulo und Rio de Janeiro konfrontiert. Konsularbeamte schätzen, dass die neue Regel anfangs weitere 20 bis 30 % zur lokalen Warteschlange hinzufügen könnte, da sogenannte „consular shoppers“ zurück nach Brasilien geleitet werden. Die US-Botschaft plant moderate Personalaufstockungen, doch angesichts der aktuellen Nachfrage wird sich der Rückstau voraussichtlich erst Ende 2027 auflösen.
Washington argumentiert, dass das Ziel der Politik Konsistenz und Sicherheit sei: Die Konzentration der Anträge ermögliche einen besseren Datenaustausch zwischen den Sicherheitsbehörden und den Polizeibehörden der Heimatländer der Antragsteller. Kritiker hingegen sehen darin eine Benachteiligung von Reisenden aus Schwellenländern, die ohnehin schon mit begrenzten Terminkapazitäten kämpfen, und warnen vor negativen Auswirkungen auf den bilateralen Handel, insbesondere auf die Waren- und Dienstleistungsströme im Wert von 110 Milliarden US-Dollar zwischen Brasilien und den USA.
Unternehmen sollten sich auf längere Vorlaufzeiten bei der Planung von US-Reisen oder kurzfristigen Einsätzen einstellen. Best Practice ist es nun, Visumsverlängerungen mindestens ein Jahr im Voraus zu beantragen und, wo möglich, Optionen für den Verzicht auf persönliche Interviews für C1/D-Crewmitglieder und bestimmte F-1-Alumni zu prüfen. Globale Mobilitätsteams wird empfohlen, ihre Risikoregister zu aktualisieren: Verpasste Vorstandssitzungen, verzögerte Produkteinführungen und Projektstartverschiebungen sind absehbare Folgen.
Langfristig könnten digitale Lösungen wie Ferninterviews und KI-gestützte Betrugsprüfungen – die bereits in kleineren Außenstellen wie Recife erprobt werden – helfen, die Warteschlangen zu verkürzen. Allerdings ist nicht damit zu rechnen, dass diese Technologien vor 2028 flächendeckend einsatzbereit sind.
Geschäftsreisende aus Brasilien sehen sich bereits jetzt mit durchschnittlichen Wartezeiten von 250 Tagen für ein B-1/B-2-Interview in São Paulo und Rio de Janeiro konfrontiert. Konsularbeamte schätzen, dass die neue Regel anfangs weitere 20 bis 30 % zur lokalen Warteschlange hinzufügen könnte, da sogenannte „consular shoppers“ zurück nach Brasilien geleitet werden. Die US-Botschaft plant moderate Personalaufstockungen, doch angesichts der aktuellen Nachfrage wird sich der Rückstau voraussichtlich erst Ende 2027 auflösen.
Washington argumentiert, dass das Ziel der Politik Konsistenz und Sicherheit sei: Die Konzentration der Anträge ermögliche einen besseren Datenaustausch zwischen den Sicherheitsbehörden und den Polizeibehörden der Heimatländer der Antragsteller. Kritiker hingegen sehen darin eine Benachteiligung von Reisenden aus Schwellenländern, die ohnehin schon mit begrenzten Terminkapazitäten kämpfen, und warnen vor negativen Auswirkungen auf den bilateralen Handel, insbesondere auf die Waren- und Dienstleistungsströme im Wert von 110 Milliarden US-Dollar zwischen Brasilien und den USA.
Unternehmen sollten sich auf längere Vorlaufzeiten bei der Planung von US-Reisen oder kurzfristigen Einsätzen einstellen. Best Practice ist es nun, Visumsverlängerungen mindestens ein Jahr im Voraus zu beantragen und, wo möglich, Optionen für den Verzicht auf persönliche Interviews für C1/D-Crewmitglieder und bestimmte F-1-Alumni zu prüfen. Globale Mobilitätsteams wird empfohlen, ihre Risikoregister zu aktualisieren: Verpasste Vorstandssitzungen, verzögerte Produkteinführungen und Projektstartverschiebungen sind absehbare Folgen.
Langfristig könnten digitale Lösungen wie Ferninterviews und KI-gestützte Betrugsprüfungen – die bereits in kleineren Außenstellen wie Recife erprobt werden – helfen, die Warteschlangen zu verkürzen. Allerdings ist nicht damit zu rechnen, dass diese Technologien vor 2028 flächendeckend einsatzbereit sind.
Quelle: Travel and Tour World
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