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Bangladesch setzt die meisten Visadienste in Indien wegen „Sicherheitsbedenken“ aus

Jan. 9, 2026
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Bangladesch setzt die meisten Visadienste in Indien wegen „Sicherheitsbedenken“ aus
Die Übergangsregierung Bangladeschs ordnete am 8. Januar an, dass ihre Hochkommission in Neu-Delhi sowie die Konsulate in Kalkutta und Agartala den Großteil der Visaverarbeitung für indische Staatsbürger aussetzen. Dies löste sofort Besorgnis bei Reisebüros aus, die Techniker und Handelsvertreter über die Landgrenze transportieren. Außenpolitikberater M. Touhid Hossain erklärte gegenüber Journalisten, die Schließung sei vorübergehend, aber notwendig, nachdem eine Reihe gewalttätiger Angriffe auf Minderheiten in Bangladesch Proteste vor den diplomatischen Vertretungen ausgelöst hatte.

Geschäfts-, Arbeits- und medizinische Visa bleiben ausgenommen, doch alle Anträge für Touristen- und Familienbesuche sind vorerst gestoppt. Dieser Schritt kommt zu einem ungünstigen Zeitpunkt für Unternehmen, die vor den Ramadan-Werkschließungen Personal austauschen müssen – besonders in der Bekleidungsindustrie, wo indische Einkaufsprüfer alle zwei Wochen die Grenze passieren.

Bangladesch setzt die meisten Visadienste in Indien wegen „Sicherheitsbedenken“ aus


Diplomaten in Dhaka sehen in der Entscheidung auch eine Reaktion auf Washingtons neu ausgeweitetes Visabond-Programm, das nun auch bangladeschische Reisende betrifft. Dhaka hofft, durch regionale Solidarität Druck auf die USA auszuüben, diese Maßnahme zurückzunehmen. Indien seinerseits fordert Bangladesch auf, Minderheiten zu schützen und die konsularischen Abläufe schnell wiederherzustellen.

Reiseunternehmen raten Firmen, Meetings online abzuhalten oder Mitarbeiter über das in Dhaka weiterhin verfügbare e-Visum bei Ankunft zu schicken, was jedoch höhere Gebühren und frühzeitige Hotelbuchungen erfordert. Grenzüberschreitende Lkw-Unternehmen sind nicht betroffen, da Fahrerkarten unter eine separate bilaterale Vereinbarung fallen.

Sollte die Aussetzung länger als zwei Wochen andauern, rechnen Einwanderungsanwälte mit einem Rückstau von mindestens 15.000 Anträgen, was die frühesten Termine bis in den März verschieben könnte.
Quelle: The Times of India

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