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ETIAS erneut verschoben – Reisende aus Großbritannien entgehen bis mindestens April 2027 der 20-Euro-Reisegenehmigung der EU

Jan. 15, 2026
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ETIAS erneut verschoben – Reisende aus Großbritannien entgehen bis mindestens April 2027 der 20-Euro-Reisegenehmigung der EU
Britische Urlauber und Geschäftsreisende erhalten unerwartete Erleichterung, nachdem Brüssel den Start seines Europäischen Reiseinformations- und Genehmigungssystems (ETIAS) zum dritten Mal verschoben hat. Laut einem Update, das am 13. Januar bestätigt und am 14. Januar veröffentlicht wurde, wird die 20-Euro-Vorabreisegenehmigung nun erst im letzten Quartal 2026 eingeführt und erst ab April 2027 nach einer sechsmonatigen Übergangsphase verpflichtend sein.

EU-Beamte machten technische Schwierigkeiten bei der Anbindung von ETIAS an das biometrische Ein- und Ausreisesystem (EES) verantwortlich, das selbst noch an Schengen-Flughäfen und Häfen eingeführt wird. Spanien – eines der ersten Länder, das EES-Terminals testete – drängte besonders auf eine Verschiebung, nachdem es während der Ferienzeiten zu stundenlangen Warteschlangen kam. Auch Fluggesellschaften forderten mehr Zeit, um ihre Abflugkontrollsoftware anzupassen, die vor dem Boarding den ETIAS-Status überprüfen muss.

ETIAS erneut verschoben – Reisende aus Großbritannien entgehen bis mindestens April 2027 der 20-Euro-Reisegenehmigung der EU


Für britische Unternehmen bedeutet die Verschiebung eine Entlastung: Buchungssysteme müssen in diesem Jahr keine ETIAS-Referenznummern erfassen, und die Reisekosten können die 20-Euro-Gebühr pro Person aufschieben. Mobilitätsmanager sollten jedoch weiterhin Reisende über die bevorstehenden Änderungen informieren und sicherstellen, dass Reisepässe mindestens drei Monate über das Rückreisedatum hinaus gültig sind – eine zentrale EES-Vorschrift, die weiterhin gilt.

Reiseverbände begrüßten die zusätzliche Zeit, warnten jedoch, dass die feste Frist 2027 mit dem Inkrafttreten der britischen elektronischen Reisegenehmigung (ETA) am 25. Februar 2026 kollidieren könnte, was eine doppelte Belastung durch neue Kontrollen in kurzer Folge bedeuten würde. Sie forderten beide Seiten auf, ihre Kommunikation abzustimmen, um Verwirrung an Flughäfen und Grenzen zu vermeiden.

Praktisch bedeutet dies, dass britische Staatsbürger bei Reisen in die EU weiterhin die 90/180-Tage-Regel ohne Visum mit Passstempelung nutzen können, bis die digitalen Systeme in Betrieb sind. Das britische Außen-, Commonwealth- und Entwicklungsministerium kündigte an, seine „Travel Aware“-Hinweise zu aktualisieren, sobald die EU einen endgültigen Zeitplan veröffentlicht.
Quelle: VisaHQ News

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