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Flughafen Salzburg erweitert Streckennetz ins Mittelmeer, bereitet sich aber auf Lufthansa-Streik vor

Feb. 12, 2026
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Flughafen Salzburg erweitert Streckennetz ins Mittelmeer, bereitet sich aber auf Lufthansa-Streik vor
Der Flughafen Salzburg hat seinen Sommerflugplan 2026 vorgestellt und setzt dabei verstärkt auf Kurzstreckenflüge für österreichische Freizeitreisende sowie ankommende Reisegruppen. Ab Ende März werden die spanische Stranddestination Alicante und die sardische Hauptstadt Cagliari ins Streckennetz aufgenommen. Zudem startet eine neue zweimal wöchentliche Verbindung nach Genua, die für Kreuzfahrtveranstalter als bahnbrechend gilt, da sie eine Tagesverbindung zwischen Luft- und Seeverkehr zu einem der verkehrsreichsten Mittelmeerhäfen ermöglicht. Die Flughafenleitung ist zuversichtlich, dass diese Mischung dazu beiträgt, die letzten fünf Prozent der Passagierzahlen aus dem Vor-Pandemie-Jahr 2019 zurückzugewinnen. (salzburg.orf.at)

Der positive Start wird jedoch von einer unmittelbaren betrieblichen Einschränkung überschattet. Die Lufthansa-Piloten und Kabinenbesatzungen in Deutschland haben für Donnerstag, den 12. Februar, einen 24-stündigen Streik angekündigt, der sich um eine langwierige Auseinandersetzung über die Pensionsreform dreht. Da die dreimal täglich verkehrende Verbindung Salzburg–Frankfurt mit deutschen Flugzeugen und Crews betrieben wird, wurden bereits alle sechs Flüge gestrichen. Die Krisenstelle des Flughafens rechnet mit Auswirkungen auf Anschlussflüge nach Nordamerika und Asien und hat deshalb Umbuchungsschalter im Terminal 1 eingerichtet. (salzburg.orf.at)

Flughafen Salzburg erweitert Streckennetz ins Mittelmeer, bereitet sich aber auf Lufthansa-Streik vor


Firmen, deren Mitarbeiter über Frankfurt reisen, wird empfohlen, auf Verbindungen über Wien oder Zürich auszuweichen, wo noch Kapazitäten verfügbar sind, oder dringende Meetings online abzuhalten. Die österreichische Bahn ÖBB meldet ausreichende Sitzplatzverfügbarkeit in den Nachtzügen Railjet, wobei Schlafwagen bereits fast ausgebucht sind. Nach EU261-Verordnung haben Passagiere der gestrichenen Flüge Anspruch auf Umbuchung oder Erstattung, jedoch keine Entschädigung, da der Streik als „außergewöhnlicher Umstand“ gilt. Reiseversicherer erstatten in der Regel zusätzliche Übernachtungskosten bis zu 150 Euro pro Nacht, sofern eine schriftliche Bestätigung der Fluggesellschaft vorliegt.

Mit Blick auf die Zukunft kündigt der Flughafen Salzburg Verhandlungen mit Billigfluggesellschaften an, die vor der Hauptreisezeit im Juli und August zwei weitere Mittelmeerziele ins Programm aufnehmen könnten. Außerdem bestätigte die Flughafenleitung, dass im April eine Ausschreibung für neue Schengen-E-Gates startet, um die Grenzkontrollen zu beschleunigen, sobald das EU-Einreise-/Ausreisesystem am 10. April verpflichtend wird. Dieses Upgrade soll insbesondere die Abfertigungszeiten an den freitaglichen Charterflugtagen verbessern, wenn viele Nicht-EU-Reisegruppen ankommen. Passagiere werden gebeten, die Apps der Airlines zu prüfen, mindestens zwei Stunden vor Abflug am Flughafen zu sein und den Live-Twitter-Kanal des Flughafens auf mögliche weitere Streikfolgen zu beobachten.
Quelle: ORF Salzburg

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