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Durchgesickerter Entwurf der Liberalen sieht Einreiseverbot für Migranten aus Gaza, Somalia und 11 weiteren „terrorgefährdeten“ Regionen vor

Feb. 17, 2026
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Durchgesickerter Entwurf der Liberalen sieht Einreiseverbot für Migranten aus Gaza, Somalia und 11 weiteren „terrorgefährdeten“ Regionen vor
Ein durchgesickertes 27-seitiges Diskussionspapier, das Guardian Australia vorliegt, zeigt, dass die Liberale Partei unter der Führung von Sussan Ley den härtesten Einwanderungsumbau entworfen hatte, den eine etablierte australische Partei seit über zwei Jahrzehnten vorgeschlagen hat.

Der Vorschlag – intern in der Partei als „Operation Gatekeeper“ bezeichnet – sieht vor, das Migration Act 1958 so zu ändern, dass Antragsteller „aus oder mit Aufenthalt in einem erklärten Terrorgebiet“ automatisch und ohne Überprüfung der Einzelfallwürdigkeit aus Gründen der nationalen Sicherheit abgelehnt werden können. Insgesamt 37 subnationale Regionen in 13 Ländern, darunter Gaza, Teile Afghanistans, Somalias, Jemens und der südlichen Philippinen, wurden aufgelistet. Beamte sollen die Social-Media-Historie und „öffentliche Äußerungen“ auf extremistische Sympathien prüfen, bevor eine Visumsentscheidung getroffen wird.

Durchgesickerter Entwurf der Liberalen sieht Einreiseverbot für Migranten aus Gaza, Somalia und 11 weiteren „terrorgefährdeten“ Regionen vor


Über die regionalen Verbote hinaus setzt das Papier ein klares Ziel, die Nettozuwanderung aus dem Ausland auf 170.000 pro Jahr zu senken (im Vergleich zur Regierungsprognose von 260.000) und die Zahl der internationalen Studierenden um bis zu 25 Prozent zu reduzieren. Bis zu 100.000 Asylsuchende und Studierende, deren Berufungen ausgeschöpft sind, sollen vorrangig abgeschoben werden, während das Recht auf weitere Überprüfungen durch Tribunale oder Gerichte eingeschränkt wird.

Interne E-Mails, die im Leak zitiert werden, zeigen, dass Ley geplant hatte, die Politik am 16. Februar zu veröffentlichen, doch der Führungswechsel am vergangenen Freitag stoppte sie daran. Der neue Oppositionsführer Angus Taylor bezeichnete das Dokument inzwischen als „ungültig“, doch führende Liberale betonen, dass viele der Ideen – insbesondere strengere Charakterprüfungen und niedrigere Visumsobergrenzen – weiterhin Teil der Koalitions-Politiküberprüfung bleiben.

Für Arbeitgeber und Mobility-Manager ist der Entwurf ein deutliches Warnsignal: Sollte er umgesetzt werden, müssten Unternehmen, die Talente aus dem Nahen Osten, Afrika oder den Philippinen rekrutieren, mit deutlich höheren Ablehnungsrisiken, längeren Prüfzeiten und möglichen Social-Media-Überprüfungen der Kandidaten rechnen. Universitäten und Bildungseinrichtungen könnten einen starken Rückgang der Studierendenzahlen erleben, gerade jetzt, wo sie sich von der Pandemie-bedingten Krise erholen, was die Finanzlage der Hochschulen und den lokalen Mietmarkt gefährden würde.
Quelle: The Guardian Australia

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