
Sitzungsprotokolle vom 25. Februar 2026 zeigen, dass die Visa-Arbeitsgruppe des EU-Rats eine Sondersitzung dem bevorstehenden digitalen Schengen-Visum und dessen Wechselwirkung mit Mitgliedstaaten mit Opt-outs, insbesondere Irland, widmete. Die Beamten diskutierten eine Prototyp-App, mit der Antragsteller biometrische Daten einmal hochladen und für nachfolgende Kurzzeitvisa wiederverwenden können. Die Entscheidungen zur Visumerteilung werden im selben EU-Einreise-/Ausreisesystem gespeichert, das im Oktober 2026 in Betrieb geht. Irische Vertreter – aufgrund der Verbindung zum Common Travel Area anwesend – äußerten Bedenken hinsichtlich „Visa-Shopping“ von Reisenden, die über das Vereinigte Königreich nach Irland einreisen und dann versuchen, in den Schengen-Raum einzureisen. Sie forderten einen nahezu Echtzeit-Datenaustausch zwischen der neuen ETA-Plattform des UK und der Schengen-Visadatenbank, um Überziehungen und Identitätsbetrug zu erkennen. Die Arbeitsgruppe stimmte grundsätzlich zu, wies jedoch auf rechtliche Hürden bei der Weitergabe von Sicherheitsüberprüfungen des UK hin. Die Kommission bestätigte jedoch, dass 2027 eine API für Risikobewertungsdaten von Drittstaaten mit freiwilligen Partnern pilotiert wird – ein Zeitplan, den irische Beamte als „eng, aber machbar“ bezeichneten. Für irische Arbeitgeber ist das digitale Visum wichtig, da es die Anträge von Geschäftsreisenden beschleunigt, die kurzfristig Meetings in Frankreich oder Deutschland wahrnehmen müssen. HR-Teams müssen jedoch sicherstellen, dass Nicht-EEA-Entsandte gültige irische Aufenthaltsgenehmigungen besitzen: Ein digitales Schengen-Visum ersetzt nicht die irischen Einwanderungsregeln für die Wiedereinreise nach Irland.
Wie VisaHQ helfen kann
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